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Ernährung & Krebs

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Gesund essen bei Krebs

Mögliche Nebenwirkungen oder den Ausgang der Therapie – Krebspatienten können viele Dinge nicht beeinflussen. Ein einfaches Mittel für alle, die aktiv etwas zu ihrem Wohlbefinden beitragen möchten, ist jedoch die Ernährung: Sie spendet Energie, hebt die Lebensqualität und der Genuss am Essen fördert auch die Lebensfreude. Deshalb stellen sich viele Betroffene die Frage: „Wie ernähre ich mich richtig bei Krebs?“ Die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Camilla Leithold beantwortet im Folgenden diese und zahlreiche weitere Fragen rund um die richtige Ernährung bei Krebs. Dr. Camilla Leithold ist Ernährungswissenschaftlerin und qualifizierte Diät- und Ernährungsberaterin des Verbands für Ernährung und Diätetik e. V. (VFED). Aktuell verstärkt sie die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ an der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Heidelberg freiberuflich als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Erfahren in der ernährungstherapeutischen Beratung und Betreuung onkologischer Patienten kennt sie die Fragen und Anliegen, die diese bewegen.

Ihre Expertin zur Ernährung & Krebs (aktuell nicht verfügbar)

Als fachkundige Expertin beantwortet Frau Dr. Leithold Ihre Fragen rund um die Ernährung und den Ernährungszustand – vor, während und nach der Krebstherapie.


Was dürfen Krebspatienten genau essen? Und wie sieht eine ausgewogene Ernährung beispielsweise bei Leukämie, Prostata- oder Kehlkopfkrebs aus? Dazu haben wir die Ernährungsexpertin Dr. Camilla Leithold befragt. Für sie steht fest: So wie es nicht den „einen“ Schuh gibt, der jedem passt, so gibt es auch nicht die Ernährung, die jedem gleichermaßen guttut und schmeckt. Vielmehr haben die verschiedensten Faktoren Gewicht: Welche Ansprüche habe ich an meine Ernährung – ist mir zum Beispiel wichtig, regionale oder Bio-Produkte zu kaufen? Welche Abneigung und Vorlieben habe ich? Liegt eine Unverträglichkeit oder eine Allergie vor? Deshalb sollte die Ernährung so individuell wie möglich gestaltet sein. Gemeinsam mit einem Ernährungsberater können Patienten herausfinden, welche Ernährung für sie geeignet ist.
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Was hat es mit dem Begriff „ausgewogen“ eigentlich auf sich? Dr. Camilla Leithold empfiehlt, sich an den zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu orientieren: „Ausgewogen bedeutet, sich vielseitig zu ernähren und sich nicht auf spezielle Nahrungsmittel zu konzentrieren. Dazu gehört, viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu essen. Die Speisen sollten schonend zubereitet werden – also lieber nur kurz mit wenig Fett und Wasser gegart werden, um Nährstoffe wie Vitamine zu erhalten. Vielfältig zu genießen, schließt auch die Aufnahme von tierischen Lebensmitteln und gesundheitsfördernden – wie zum Beispiel pflanzlichen – Fetten ein. Wer darüber hinaus nur sparsam zuckert und salzt sowie vorwiegend Wasser trinkt, lebt ebenfalls ausgewogen. Dass man sein Gewicht im Rahmen hält und einen aktiven Lebensstil mit viel Bewegung führt, zählt auch zu einer ausgewogenen Ernährung.“

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„Mit der Ernährung können Patienten selbst etwas beeinflussen und einen Beitrag zur Therapie leisten. Das gibt vielen mehr Selbstvertrauen.“

Dr. Camilla Leithold


Welche Rolle spielt die Ernährung bei Krebs?

Aus Sicht der Ernährungsexpertin geht es bei der Krebstherapie in erster Linie darum, Mangelernährung und den damit einhergehenden Energieverlust zu vermeiden: „Liegt eine Mangelernährung vor, baut der Körper vor allem Muskelmasse ab. Das sieht man den Betroffenen meist nicht an, da viele eine gut aufgebaute Fettschicht haben. Mit dem Verlust von Muskelmasse fühlt man sich jedoch schlapp und kraftlos. Dazu kommt, dass Studien belegen, dass sich der Abbau von Muskelmasse negativ auf die Therapie auswirken kann: Patienten leiden häufiger unter Nebenwirkungen und könnten die Behandlung vorzeitig abbrechen müssen.“
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Ernährungsumstellung bei Krebs - ja oder nein?

Häufig fragen sich Krebspatienten oder besorgte Angehörige, ob es erforderlich sei, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Auch in dieser Angelegenheit kann die Ernährungsexpertin beruhigen: „Im Prinzip ist es nicht notwendig, dass Krebspatienten ihre Ernährung komplett umstellen. Doch in einem Gespräch mit einem Ernährungsberater kann man überlegen, ob sich etwas optimieren lässt. Meist gibt es bei jedem an der einen oder anderen Stelle die Möglichkeit, etwas zu verbessern, um dem Muskelverlust vorzubeugen.“ Wer seine Ernährung umstellen möchte, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen achten. Orientierung bieten die Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

„Besonders wichtig ist, sich die Lust am Essen zu bewahren. Viele Patienten spüren besser als jeder Außenstehende, was ihnen guttut und was sie gerade brauchen.“

Dr. Camilla Leithold

Liegen Anzeichen einer Mangelernährung vor oder besteht die Gefahr, haben Krebspatienten Anspruch auf eine qualifizierte Ernährungsberatung – häufig im Rahmen einer stationären Therapie. Doch auch außerhalb einer Klinik ist es möglich, dass Krankenkassen die Kosten für eine Ernährungsberatung übernehmen. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Krankenkasse nach den Voraussetzungen. Sie sind auf der Suche nach einem Ernährungsberater? Auf den Seiten BerufsVerband Oecotrophologie e. V. (VDOE) und Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. finden Sie einen qualifizierten Experten in Ihrer Nähe.

Was tun bei Gewichtsverlust?

Eine Krebserkrankung kann aus verschiedenen Gründen zu Gewichtsveränderungen führen. Einige leiden beispielsweise an ungewollter Gewichtszunahme. Diese Veränderung des Äußeren ist zunächst kein Grund für Besorgnis, kann aber für manche Betroffene emotional belastend sein. Gewichtsverlust kann für Patienten jedoch gefährlich werden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Diagnose schlägt den Betroffenen sprichwörtlich auf den Magen und mindert den Appetit. Doch auch ein Tumor im Magen-Darm-Trakt wie zum Beispiel in der Speiseröhre kann die Nahrungsaufnahme stören. Daneben gibt es noch das Phänomen, dass Patienten unbeabsichtigt abmagern. Der Fachbegriff dafür lautet Tumor-Kachexie (Kachexie = starker, krankhafter Gewichtsverlust). Etwa die Hälfte aller Krebspatienten ist davon betroffen. Experten unterscheiden zwischen dem primären Anorexie-Kachexie-Syndrom und dem sekundären Anorexie-Kachexie-Syndrom.
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Maßband auf Hose

Tumor-Kachexie – die Ursachen

Betroffene nehmen ab, weil der Tumor den Stoffwechsel verändert. Der Gewichtsverlust lässt sich nicht durch die Ernährung ausgleichen.

Begleiterscheinungen der Krebstherapie erschweren es Betroffenen, genügend Nahrung aufzunehmen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt. Auch bewährte Maßnahmen und Tipps können Abhilfe schaffen.

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„Eine Gewichtsabnahme ist dann besorgniserregend, wenn ein Patient in einem Zeitraum von drei Monaten über fünf Prozent des Ausgangsgewichts oder in einem Zeitraum von sechs Monaten über zehn Prozent des Körpergewichts abnimmt.“

Dr. Camilla Leithold

Tipps bei Gewichtsverlust
Krebspatienten sollten sich eiweißreich ernähren – etwa 1,2 bis 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
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Dabei ist Fleisch ein wichtiger Eiweißlieferant und versorgt den Körper mit anderen wichtigen Bausteinen. Vegetarier sollten zu Hülsenfrüchten wie Linsen, Kichererbsen oder Bohnen greifen.
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Die Krebsdiagnose verändert das Leben von Grund auf. Wer auch noch seine Gewohnheiten komplett umstellen soll, fühlt sich schnell überfordert. Deshalb gilt: Gute Vorsätze in Ehren, aber lieber nichts erzwingen.
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Wer therapiebedingt an Appetitlosigkeit oder Geschmacksveränderung leidet, dem fällt es manchmal schwer, empfohlene Lebensmittel zu essen. Hier gilt: Besser das essen, was schmeckt, als gar nichts. Selbst wenn es vermeintlich ungesunde Lebensmittel sind.

„Bei zu starkem Fehlgeschmack können manche Patienten viele Sachen nicht mehr essen. Dann reduziert sich die Nahrungsmittelauswahl enorm und infolgedessen kommt der Patient schneller in eine Mangelernährung.“

Wem es schwerfällt, genügend Kalorien zu sich zu nehmen, der kann seine Speisen mit ein bisschen Fett anreichern: mit einem Extra-Stück Butter oder einem Schuss Sahne – zum Beispiel im Kartoffelbrei.
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Mit Trinknahrung – auch Astronautenkost genannt – kann man ein Energie- und Nährstoffdefizit begleichen, wenn man es nicht schafft, ausreichend Nahrung zu sich zu nehmen. Beispielsweise wenn Schluckbeschwerden oder Schmerzen im Mundraum auftreten oder nach Operationen oder nach längeren Nüchternphasen. Wenn der Arzt die Trinknahrung verordnet, müssen Sie nur die Rezeptgebühr bezahlen.
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Häufige Fragen - das meint die Expertin
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Abnehmen sollte während der Krebstherapie nicht im Fokus stehen. Viel wichtiger ist es, durch eine ausgewogene Ernährung und Sport die Muskelmasse zu erhalten. Es ist nicht schlimm, wenn Sie während der Therapie ein bisschen zunehmen. Essen Sie deshalb nicht weniger. Auch wenn Begleittherapien wie eine Kortison-Behandlung den Appetit anregen, ist dies kein Grund zur Sorge. Lassen Sie sich nach Abschluss der Therapie beraten, wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren möchten.

Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, versorgt seinen Körper ausreichend mit allen wichtigen Stoffen. In manchen Krankheitssituationen ist dies jedoch nicht möglich. So kann ein Mangel an essentiellen Nährstoffen, Vitaminen oder Spurenelementen entstehen. Wenn der Arzt einen Mangel feststellt, wird er Ihnen Nahrungsergänzungsmittel verschreiben.

Wer auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, riskiert eine Überdosierung und fügt sich eher Schaden zu. Ein Zuviel an Vitamin D kann beispielsweise zu Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall und im schlimmsten Fall sogar zu einem Nierenschaden führen. Deshalb sollte die Einnahme auch in puncto Dosierung nur in Absprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater erfolgen.

Eigentlich ist wenig verboten, doch eine gute Küchenhygiene ist nicht nur hier das A und O. Ausnahmen bilden Lebensmittel, die bakteriell verunreinigt sein können – zum Beispiel Sushi, rohes Ei oder rohes Fleisch. Der Hintergrund: Eine Chemotherapie kann dazu führen, dass die Zahl der weißen Blutkörperchen sinkt und der Körper sich nicht gegen Infektionen wie Salmonellen wehren kann. In diesem Fall gilt es, auf rohe Lebensmittel zu verzichten, die zu einer Infektion führen können.

Achtgeben sollten auch Leukämie- und Lymphompatienten, die vor einer Knochenmarktransplantation eine hochdosierte Chemotherapie erhalten: Durch diese wird das Immunsystem außer Gefecht gesetzt. Hier ist besondere Vorsicht und eine keimarme Ernährung angebracht.

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„Meine Ärztin hat mir damals verboten, im Restaurant aus Gläsern zu trinken, da diese in der Gastronomie häufig direkt an der Theke und nur kalt ausgespült werden. Ich musste entweder aus der Flasche trinken oder mein eigenes Glas mitnehmen.“

Paul*, Knochenkrebspatient
*Name von der Redaktion geändert

Achtung bei Grapefruit und Co.

Generell können Sie während Ihrer Therapie alles essen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. So können beispielsweise Grapefruits und Pampelmusen die Wirkung von Medikamenten zur Chemotherapie (Zytostatika) mindern. Während einer Strahlentherapie ist der Verzehr von größeren Mengen Orangensaft nicht zu empfehlen, da er zu vermehrten Nebenwirkungen an Haut und Schleimhaut führen kann. Ob Sie auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten sollten, fragen Sie am besten Ihren behandelnden Arzt.

Vorsicht gilt auch bei der Einnahme von Vitamin-C oder -E-Präparaten sowie Beta-Carotin. Diese Antioxidantien können die Wirkung einer Chemo- oder Strahlentherapie abschwächen. Jede Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie immer mit Ihrem Arzt absprechen.
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Darum ist Trinken so wichtig

Glaskaraffe mit Wasser und Zitronen

Der menschliche Körper braucht Flüssigkeit: für die Zellfunktionen, als Lösungs- und Transportmittel von beispielsweise Nährstoffen, Sauerstoff und Hormonen oder zum Ausschwemmen von Abbauprodukten des Stoffwechsels. Etwa 1,5 bis 2 Liter pro Tag sollten es sein – daran können sich auch Menschen mit einer Krebserkrankung orientieren. Übrigens, nicht nur Trinken zählt: Auch Suppen, Obst und Gemüse versorgen uns mit Flüssigkeit.

Warten Sie nicht erst, bis sie durstig sind: Dann herrscht im Körper bereits ein Mangel an Flüssigkeit. Dieser macht sich außerdem durch folgende Anzeichen bemerkbar:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Konzentrations- und Kreislaufprobleme
  • Trockene Haut und Schleimhäute

Wieviel Sie genau trinken sollen, hängt von Ihrem Krankheitsverlauf ab. Zusätzlich können auch hohe Temperaturen, schweißtreibende Aktivitäten oder andere Erkrankungen den Flüssigkeitsbedarf beeinflussen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich am besten an Ihren behandelnden Arzt.

Tipp: Starten Sie gleich morgens mit einem Glas Wasser. Damit die Hürde nicht so groß ist, kann es helfen, sich eine Wasserkaraffe oder Teekanne in Reichweite zu stellen. Für unterwegs ist eine Trinkflasche praktisch.

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„Wenn pures Wasser zu langweilig wird: Einfach Obstscheiben ins Wasser geben oder mal zu einem Smoothie oder einem alkoholfreien Weizenbier greifen – das hat mir sehr geschmeckt. Mein Onkologe hat mir am Tag nach der Chemotherapie eine Kochsalz-Infusion verabreicht – dann muss man nicht so viel trinken.“

Alexandra, Brustkrebspatientin

Viel trinken während der Chemotherapie

Die Abbauprodukte von Arzneimitteln werden über Blase und Nieren ausgeschwemmt. Dazu zählen auch Medikamente zur Chemotherapie, sogenannte Zytostatika. Deren Wirkprinzip zielt darauf ab, die Krebszellen auszuschalten; dabei nehmen aber auch gesunde Zellen Schaden – zum Beispiel die der Schleimhäute. Um die Blasenschleimhaut während einer Chemotherapie zu schützen, bekommen die Patienten viel Flüssigkeit und je nach Bedarf auch blasenschützende Arzneimittel. Deswegen lautet die Devise während einer Chemotherapie: Viel trinken. Über die genaue Menge und den Zeitraum informiert Sie Ihr Behandlungsteam.

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Fazit: In Kombination mit körperlicher Aktivität kann eine ausgewogene, eiweißreiche Ernährung den Verlauf einer Krebserkrankung positiv beeinflussen: Sie unterstützt dabei, Muskelmasse zu erhalten und so im Kampf gegen die Krankheit widerstandsfähig zu bleiben.

Krebstherapie: Auswirkungen auf die Ernährung

Frau trinkt Tee

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Je nach Krankheitsbild kommen verschiedene Krebstherapien zum Einsatz, die den Appetit oder das Essverhalten negativ beeinflussen können. Was also tun, wenn Chemotherapie und Co. auf den Magen schlagen und das Essen nicht mehr schmeckt? In dieser Rubrik finden Sie einen Überblick über die häufigsten unerwünschten Begleiterscheinungen einer Krebstherapie sowie einfach umsetzbare Tipps, wie Sie etwas dagegen tun können.

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Das Besondere daran: Viele davon stammen von Patienten, die sie selbst ausprobiert haben und ihre Erfahrungen teilen möchten.

Wenn die Lust am Essen schwindet oder Beschwerden auftreten, kann dies die Aufnahme von ausreichend Nährstoffen erschweren. Neben emotionalen Gründen ist meist eine Chemo- oder Strahlentherapie der Auslöser.

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Die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie

Grund für die Beschwerden ist das Wirkprinzip der Chemotherapie, welche sich schnell teilende Tumorzellen genauso angreift wie andere Zellen mit einer hohen Teilungsrate. Dazu zählen zum Beispiel die Schleimhautzellen im Magen-Darmtrakt oder im Mund. Ist die Mundschleimhaut durch eine Entzündung geschädigt, auch Stomatitis genannt, werden häufig auch die Geschmacksknospen auf der Zunge angegriffen. Dies führt bei manchen Patienten zu Geschmacksveränderungen oder zu verringertem Speichelfluss. Außerdem treten Nebenwirkungen im Darmbereich auf: Es kommt zu Durchfall oder Verstopfung. Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, leiden häufig auch unter Übelkeit und Erbrechen. Hinzu kommt Appetitverlust oder allgemeine Schwäche.

Bei der Strahlentherapie ist entscheidend, welche Körperbereiche bestrahlt werden: Erfolgt die Behandlung im Bauchraum, kann es zu Durchfall kommen. Bei Tumoren im Hals-Rachen-Bereich können diese an sich schon zu Schwierigkeiten beim Kauen führen und im Behandlungsverlauf auch Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis) hervorrufen.

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Ganz wichtig ist, dass die Patienten nicht denken: ‚Das muss ich alleine schaffen.‘ Ich rate dringend, auch unangenehme Beschwerden mit dem Arzt oder mit dem Ernährungsberater zu besprechen. Zum Beispiel Blähungen, die können aufs Gemüt schlagen.“

Dr. Camilla Leithold

  • Appetitlosigkeit und Übelkeit
  • Geschmacksstörungen
  • Kau- und Schluckbeschwerden
  • Trockener Mund
  • Entzündungen und Schmerzen im Mundbereich (häufige Folge: Pilzerkrankungen)
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Verstopfung
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Tipps gegen häufige Beschwerden

Was hilft, wenn Nebenwirkungen einer Krebstherapie den Appetit verderben? Keine Sorge, dagegen lässt sich häufig etwas unternehmen. Schon kleine Hausmittel können viel bewirken. Im Folgenden finden Sie je drei Tipps gegen die häufigsten Beschwerden.

Mann schaut nachdenklich aus Fenster
Drei Tipps gegen Appetitlosigkeit
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Bitter macht Appetit: Nutzen Sie die anregende Wirkung von Bitterstoffen in Tonic Water, Bitter Lemon oder verschiedener Tees – beispielsweise Pfefferminze, Ingwer- oder grüner Tee.

Eine Tasse Brühe: Löffeln Sie Fleischbouillon, um den Appetit anzukurbeln.

In Bewegung setzen: Leichte Aktivitäten – am besten an der frischen Luft – bringen den Appetit in Fahrt.

„Ich hatte oft mit Appetitlosigkeit zu kämpfen. Mein Geheimrezept dagegen: Mandelmus, Nüsse und Schokolade – da stecken viele Kalorien drin.“

Alexandra, Brustkrebspatientin

Drei Tipps gegen Geschmacksstörungen
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Plastik statt Metall: Wechseln Sie zu wiederverwendbarem Plastikbesteck, wenn Ihnen ein metallischer Geschmack im Mund die Lust aufs Essen nimmt.

Bloß kein Fleisch? Alternativen suchen: Bevorzugen Sie statt rotem Fleisch weißes oder greifen Sie stattdessen zu Fisch, Milchprodukten, Tofu oder Eiern.

Essen nach dem Lustprinzip: Bevorzugen Sie Ihre Lieblingsspeisen und setzen Sie sich nicht unter Druck, Speisen zu essen, die Ihnen nicht schmecken.

„Vor der Therapie habe ich Schokolade geliebt, aber während der Chemotherapie hat mir nur weiße Schokolade geschmeckt. Außerdem habe ich alles sehr stark gewürzt. Wenn ich nicht essen konnte, trank ich sättigenden Kakao.“

Paul, Knochenkrebspatient


Tasse Tee mit Zitrone
Mundhygiene
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Um Entzündungen im Mund vorzubeugen, sollten Sie während einer Chemo- oder Strahlentherapie Zähne und Co. sorgfältig pflegen – am besten mit einer weichen Zahnbürste. Liegen bereits Entzündungen vor, können Sie dafür eine Munddusche und medizinische Wattestäbchen nutzen. Zusätzlich können Mundspülungen ohne Alkohol Linderung verschaffen.

Vor Therapiebeginn gilt: Eine professionelle Zahnreinigung schafft gute Voraussetzungen, Entzündungen vorzubeugen. Anstehende Zahnbehandlungen unbedingt vorher abschließen sowie scharfe Kanten an Zähnen oder Zahnersatz begradigen lassen. Außerdem sollen Zahnprothesen gut sitzen und regelmäßig sorgfältig gereinigt werden.

„Ich habe immer Zahnbürsten für Kleinkinder genommen. Damit kann ich dann nur den Zahn putzen und habe nicht das blutige Zahnfleisch verletzt.“

Paul, Knochenkrebspatient

Drei Tipps bei Entzündung der Mundschleimhaut
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Weich statt hart: Verzichten Sie auf frisches Brot mit krosser Kruste, pürieren Sie Ihre Speisen oder nehmen Sie weiche, flüssige Gerichte zu sich.

Aua, heiß: Verzichten Sie auf heiße Speisen und Getränke. Diese können die Mundschleimhaut zusätzlich reizen.

Nein zu sauer und scharf: Meiden Sie reizende säurehaltige Früchte wie Ananas, Zitrusfrüchte oder saure Beeren, scharfe Gewürze oder stark gesalzene Nahrungsmittel.

„Zum Spülen des Mundes kann Ihnen ihr Arzt eine geeignete Mundspüllösung verschreiben, aber auch Spülungen mit reinem Wasser oder leichter Kochsalzlösung sind geeignet.“

Dr. Camilla Leithold

Glas Wasser mit Eiswürfel
Drei Tipps gegen Übelkeit
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Mit Muße essen: Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mahlzeiten.

Weniger, dafür häufiger: Bevorzugen Sie viele kleine Portionen anstatt weniger großer.


Scharfe Knolle:
Ingwer roh gegessen, Ingwertee oder auch Ginger Ale helfen gegen Übelkeit.

Drei Tipps gegen Sodbrennen
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Langsam und gründlich: Kauen Sie sorgfältig und essen Sie ohne Hast.

Keine Extreme: Besonders fette, zuckrige, scharfe oder saure Speisen können Sodbrennen verstärken.

Einfaches Hausmittel: Mandeln und Nüsse können überschüssige Magensäure binden – unbedingt gut kauen.

„Heilerde trinken hilft wirklich, auch wenn es schmeckt, als ob man aus einer Pfütze trinkt.“

Alexandra, Brustkrebspatientin


Drei Tipps gegen Durchfall
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Viel trinken: Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, trinken Sie am besten zwei bis drei Liter täglich.

Stopp von innen: Kakao, schwarzer und grüner Tee, dunkle Schokolade und Blaubeeren wirken stopfend.

No-Go: Meiden Sie Milchzucker (alle Milchprodukte, aber auch in Fertigprodukten), Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit, Laktit, Maltit, Mannit und Isomalt.

„Bei Durchfall helfen altbewährte Hausmittel wie ein Mus aus Bananen, Äpfeln oder Karotten – eben das, was man schon als Kind bekommen hat. Auch Zwieback oder Getreidebrei sind empfehlenswert.“

Dr. Camilla Leithold

Drei Tipps gegen Verstopfung
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Prost: Trinken Sie ausreichend, mindestens zwei Liter täglich sollten es sein.

Ein Hoch auf die Ballaststoffe: Haferflocken, Müsli, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte (wie z. B. Linsen oder Bohnen), Gemüse und Obst – damit bringen Sie die Verdauung auf Trab.

Gutes für den Darm: Milchsäurebakterien in Joghurt, Sauerkraut oder Sauerkrautsaft liefern den Darmbakterien Futter und sorgen für eine gute Verdauung.

Nach der OP - wie geht's weiter?

Je nach Art und Größe des Tumors kann eine Operation erforderlich sein, die die Aufnahme oder das Verdauen von Nahrung erschwert. Dazu zählen beispielsweise Krebserkrankungen von Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm, Speiseröhre oder im Hals-Rachen-Raum. Doch auch ein Tumor in der Prostata kann zu Metastasen führen, die Nachbarorgane wie Darm oder Blase befallen können. Aus diesem Grund können Eingriffe erfolgen, die einen künstlichen Darmausgang oder eine künstliche Harnableitung mit sich bringen. Die Ernährungsempfehlungen sind in diesen Fällen sehr individuell. Deshalb sollten betroffene Patienten unbedingt einen Ernährungsberater aufsuchen.

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Fazit: Egal welche Beschwerden im Zuge einer Krebstherapie auftreten – es gibt verschiedene Mittel und Wege, damit zurechtzukommen. In manchen Fällen können schon bewährte Hausmittel Abhilfe schaffen. Bei großen Eingriffen in den Körper wenden Sie sich jedoch am besten an einen Ernährungsexperten, der Sie individuell beraten kann.

Krebsdiäten & Ernährungsmythen

Mann am Gemüsestand


Warum Krebsdiäten gefährlich sein können

Mit der richtigen Ernährung Krebs heilen? Diese Vorstellung klingt verlockend – und für manch einen sogar naheliegend. Schließlich spielt die Ernährung bei der Prävention und Behandlung vieler Zivilisationskrankheiten eine wichtige Rolle. Deshalb setzen viele Menschen, die an einer Krebserkrankung leiden, sowie ihre Angehörigen ihre Hoffnung auf sogenannte Krebsdiäten oder Nahrungsmittel mit vermeintlich heilender Wirkung. Dafür gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Belege.

Eines vorneweg: Mit der Ernährungsweise allein lässt sich Krebs nicht heilen. Im Licht der Wissenschaft betrachtet entpuppen sich sogenannte Krebsdiäten nicht nur als unwirksam, sie können für viele Betroffene sogar zur Gefahr werden.

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Trotzdem begegnen jedem, der danach sucht, zahlreiche Krebsdiäten – sei es in den Medien, im Internet oder auf den Instagram- und Facebook-Präsenzen vieler Blogger: Wer hat noch nicht von der Ketogenen Diät gehört? Auch die Krebsdiät nach Budwig oder Coy, Gerson-Diät oder die „Krebskur total“ nach Breuß zählen zu den populärsten Krebsdiäten. Häufig werden sie jedoch von nicht-qualifizierten Personen und Einrichtungen mit wirtschaftlichen Interessen entwickelt.

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Man sollte Patienten die Illusion nehmen, dass Krebs allein durch die Ernährung geheilt werden kann.

Dr. Camilla Leithold

Unter einer Diät versteht man ursprünglich die Lebensweise. Heute bezieht sich der Begriff vor allem auf die eingeschränkte Aufnahme von Nahrungsmitteln.

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Krebsdiäten nehmen für sich in Anspruch, die Entstehung und das Wachstum von Krebs durch die Ernährung hemmen oder zur Heilung führen zu können.

Krebsdiäten lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Eine Gruppe macht als Grund für eine Krebserkrankung ein Zuviel oder einen Mangel an Nahrungsbestandteilen verantwortlich. Daraus entspringen Krebsdiäten, die darauf abzielen, den Körper zu entgiften oder verstärkt mit bestimmten Nährstoffen zu versorgen. Die andere Gruppe versucht, den Krebs auszuhungern. Idee ist es, den Stoffwechsel der Tumorzellen durch die Ernährung zu beeinflussen. Grundlage ist die Annahme, dass der Stoffwechsel von Krebszellen zur Energiegewinnung viele Kohlenhydrate, insbesondere Zucker (Glukose), benötigt. Leider zeigen Experimente mit Krebszellen, dass sich deren Stoffwechsel beim Zuckerentzug ändert. Er passt sich sogar an die neue Situation an (Adaption) und gewinnt aus den Abbauprodukten von Fett (Keton- und Lactatkörper) Energie, wodurch es zu einem vermehrten Wachstum von Tumorzellen kommen kann.

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„Der Patient darf selber was tun, soll auch selber was tun, aber er sollte sich nicht in die Irre führen lassen, dass man damit die Heilung erzielt.“

Dr. Camilla Leithold

Viele Krebsdiäten beruhen auf einseitigen Ernährungsempfehlungen und strikten Verboten. Denn was passiert, wenn wir uns beispielsweise 42 Tage ausschließlich von Saft ernähren und Kohlenhydrate von unserem Speiseplan verbannen? Wir nehmen ab. Damit steigt gleichzeitig auch die Gefahr einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen. Für Krebspatienten bedeutet dies ein hohes Risiko: So kann sich ein starker Gewichtsverlust negativ auf die Behandlungsaussichten, die Lebensqualität und letztendlich auf die Lebenserwartung auswirken.

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„In der Regel gibt es keine Krebsdiät, die wirklich das hält, was sie verspricht und wirklich positiv zu sehen ist. Bevor man beginnt, sich nach einer bestimmten Art und Weise zu ernähren, sollte man sich ein paar Fragen stellen: 1. Kann ich durch diese Ernährung meinen Nährstoffbedarf decken? 2. Gibt es wissenschaftlich-fundierte Untersuchungen, dass die Ernährung hält, was sie verspricht? 3. Schaffe ich es, die Maßgaben umzusetzen und kann ich den Anforderungen gerecht werden?“

Dr. Camilla Leithold

Häufig empfohlene Krebsdiäten auf dem Prüfstand

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die häufigsten Krebsdiäten – insbesondere darüber, welche Besonderheiten in der Ernährung damit einhergehen. Manche Empfehlungen klingen einleuchtend einfach. Hinterfragen Sie jedoch die empfohlenen Maßnahmen und behalten Sie immer die damit verbundenen Auswirkungen auf den Körper im Blick.

Mann schneidet Gemüse
Grundlage für diese Krebsdiät ist folgende Annahme: Krebszellen können sich ausschließlich von fester Nahrung ernähren. Menschen jedoch genüge auch nur flüssige Nahrung. Deshalb empfiehlt Rudolf Breuß in seiner „Krebskur total“, 42 Tage lang anstelle von fester Nahrung, Gemüsesäfte und Tees zu sich zu nehmen. Bei diesem strengen Fasten, denn nichts anderes ist diese Diät, verzichtet man auf wichtige Nährstoffe wie Eiweiß oder Fett. Mangelernährung droht. Da Breuß dazu rät, während des Fastens auch auf medizinische Behandlungen zu verzichten, birgt die „Krebskur total“ ein weiteres Risiko: Die Therapie wird möglicherweise zu spät begonnen oder unterbrochen.
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Die Ernährungsempfehlungen von Dr. Johanna Budwig fußen auf folgender Theorie: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wirken krebshemmend, da sie die Zellatmung von Krebszellen aktivieren. So tragen die Fettsäuren angeblich dazu bei, dass Krebszellen absterben. Diese Annahme lässt sich jedoch nicht wissenschaftlich belegen.

Um einen Mangel an mehrfach ungesättigen Fettsäuren (Alpha-Linolensäure und Linolsäure) auszugleichen, steht Leinöl im Fokus der Budwig-Diät. Es enthält einen hohen Anteil an Alpha-Linolensäure. Daneben nimmt Quark einen wichtigen Stellenwert ein. Es soll den Körper mit Eiweiß versorgen, während Fleisch und Fisch nicht auf dem Speiseplan stehen. Frisches Obst und Gemüse gehören ebenfalls zu den empfohlenen Nahrungsmitteln, die optimalerweise naturbelassen und saisonal sein sollen. Auf Genussmittel wie Kaffee, Zucker oder Alkohol sowie Weißmehl und stark verarbeitete Getreideprodukte gilt es ebenfalls zu verzichten. Positiv bei dieser Ernährungsweise ist: Sie enthält keine Fertigprodukte und Transfettsäuren, verbietet allerdings einige Lebensmittelgruppen. Durch die einseitige fett- und energiereiche Ernährung steigt zum einen die Gefahr für Übergewicht, zum anderen kann eine Unterversorgung mit anderen wichtigen Nährstoffen (= Mangelernährung) entstehen.

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Laut der Coy-Diät können Krebspatienten durch eine kohlenhydratarme und fettreiche Kost verhindern, dass der Tumor wächst und sich ausbreitet. Auch hier liegt die Annahme zugrunde, dass man mit dem Verzicht auf Kohlenhydrate dem Tumor die Grundlage zur Energiegewinnung nimmt.

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Neben dem Verzicht auf Kohlenhydrate empfiehlt Coy teilweise kostspielige Nahrungsergänzungsmittel wie Tocotrienol (Form von Vitamin E), sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren, mittelkettige Fettsäuren und Laktat. Durch die stark reduzierte Aufnahme von Kohlenhydraten werden dem Körper wichtige Energiequellen genommen, was eine Mangelernährung begünstigen kann. Da die Wirksamkeit dieser Ernährungsweise zudem nicht wissenschaftlich belegt ist, ist deren Anwendung nicht empfehlenswert.

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Die Gerson-Diät zielt darauf ab, den Körper zu entgiften und die Abwehrkräfte zu stärken. Darauf beruhen auch ihre Ernährungsempfehlungen: möglichst rein pflanzliche Nahrung zu bevorzugen – besonders viel frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte, nur wenig Fett und Eiweiß sowie kein Salz zu verwenden. Zusätzlich sollen Krebspatienten frischen Kalbslebersaft trinken und lediglich natives Leinöl als Speiseöl verwenden. Darüber hinaus empfiehlt der Arzt Max Gerson, Kalium, Vitamin B12 und Jod zu sich zu nehmen. Aus Kalbsleber und Schilddrüsen gewonnene Auszüge (Extrakte) sollen den Stoffwechsel anregen.

Gerson vermutet, dass bei Krebs das Verhältnis von Natrium und Kalium gestört ist. Ein Zuviel an Natrium trägt seiner Meinung nach dazu bei, dass Krebs entsteht. Infusionen mit Kaliumglukose und Insulin sowie Kaffee-Einläufe sind deshalb ebenfalls typisch für diese Krebs-Diät: um Natrium auszuleiten und den Körper mit Kalium zu versorgen. Die Folgen sind jedoch nicht zu unterschätzen: Dazu zählen ein gestörter Elektrolythaushalt (Anteil von Kalium, Magnesium, Natrium, Kalzium, Phosphor und Chlorid im Körper), Organversagen und Sepsisanfälle. Dabei handelt es sich um eine häufig lebensbedrohliche Reaktion des Immunsystems auf eine Infektion.

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Ein Zuviel der empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel kann schädliche Folgen haben: Bei einer erhöhten Aufnahme von Jod steigt das Risiko für eine Autoimmmun- oder eine Krebserkrankung der Schilddrüse an.

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Ein Zuviel an Vitamin B kann einen allergischen Schock auslösen, doch eine Überdosierung ist über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel kaum möglich. Lediglich bei einer Injektion mit Vitamin B12 kann eine zu hohe Dosis verabreicht werden. Diese werden beispielsweise bei einem Vitamin-B12-Mangel bei Menschen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen verabreicht.
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Um die Oxidationsvorgänge im Körper und den Stoffwechsel positiv zu beeinflussen, rät Cornelius Moerman zu einer vegetarischen Ernährung. Zu dieser gehören auch Milchprodukte und Eier – alles in allem eine unbedenkliche Ernährungsweise. Darüber hinaus sollen sich Krebspatienten ergänzend mit den Vitaminen A, C, D, E und B sowie Zitronensäure, Jod, Schwefel und Eisen versorgen. Die Wirkung dieser Krebsdiät ist jedoch nicht belegt:
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Keines der genannten Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel konnte das Leben nachweislich verlängern. Im Gegenteil: Zwar scheidet unser Körper überschüssige Mengen oft einfach aus, manche Substanzen wie Vitamin A, E und Betacarotin können bei einer Überdosierung jedoch auch Schäden verursachen. Im schlimmsten Fall können sie sogar das Leben verkürzen anstatt es – wie beabsichtigt – zu verlängern.
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Deswegen sollten Sie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in jedem Fall vorher mit ihrem Arzt besprechen.

„Ein Leben lang Rote Bete“ – Dieses Motto bildet die Basis für Seegers Rote-Bete-Kur gegen Krebs. Er rät dazu, neben einer ausgewogenen Mischkost täglich frische Rote Bete zu sich zu nehmen: ein bis zwei Kilo um genau zu sein. Auch der Arzt Paul Gerhardt Seeger hat für seine Theorie eine Erklärung: Demnach soll eine gestörte Zellatmung zur Entstehung von Krebs führen. Dadurch steigt angeblich der Milchsäuregehalt in der Zelle an, was wiederum zu einer Übersäuerung führen soll. Nach Seegers lässt sich die Zellatmung durch den Saft von Roter Bete wieder anregen.

Diese Theorie gilt heute als widerlegt. Außerdem enthält Rote Bete viel Nitrat, selbst aus Bio-Anbau. Dieses wandelt der Körper in das gesundheitsschädliche Nitrit um. Der hohe Anteil an Roter Bete kann zu einer einseitigen Ernährung führen und damit zu einem Ungleichgewicht an Nährstoffen.

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Im Fokus dieser Ernährungsweise stehen eiweiß- und fettreiche Lebensmittel. Auch die „Ketogene Diät“ beruht auf der Annahme, dem Krebs durch den Verzicht auf Kohlenhydrate und Zucker die Nährstoffe für weiteres Wachstum zu entziehen. Nach der Warburg-Hypothese können Tumorzellen ihre Energie nur aus Zuckern und Kohlenhydraten gewinnen. Mit dem Einschränken der Kohlenhydrate sei dies nicht mehr möglich. Außerdem soll sie den Effekt einer Chemo- und Strahlentherapie verstärken.

Es gibt jedoch keine fundierten Beweise für die Wirksamkeit dieser Diät. Das strikte Weglassen von Kohlenhydraten kann eine Mangelernährung begünstigen. Die ketogene Lebensweise kann jedoch das Bewusstsein fördern, dass Zucker und zuckerhaltige Produkte Genussmittel sind.

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Heilfasten bedeutet, bewusst auf Nahrung zu verzichten. Je nach Diätform nimmt der Fastende nur ausgewählte Nahrungsmittel auf – beispielsweise beim Saft-, Molke-, Tee- oder Früchtefasten. Auch die „Krebskur total“ nach Breuß zählt zu den verschiedenen Formen des Fastens. Allen gemeinsam liegt folgende Idee zugrunde: Durch den Verzicht soll sich der Körper generieren und eine seelische Reinigung erfolgen.

Leider lassen sich die Wirkungen des Heilfastens nicht wissenschaftlich belegen – vor allem das häufig erwähnte Entschlacken des Körpers. Dazu kommt, dass eine Heilfastenkur auch die Wirkung von Medikamenten mindern kann. Für Krebspatienten eignet sich eine Heilfastenkur nicht, zumindest nach den Leitlinien der Ärztegesellschaft für Heilfasten & Ernährung e. V. Demnach sind Krebserkrankungen als „Risikoindikation“ einzustufen.

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Krebsdiäten im Überblick

Tabelle der Krebsdiäten

Besser vegetarisch?

Auch wenn im Internet viele Gerüchte darüber kursieren: Weder eine vegetarische noch eine basische Ernährung, bei der überwiegend Obst und Gemüse zum Speiseplan gehören, haben eine krebsheilende Wirkung. „Wichtig ist, den Patienten nicht noch zusätzlich unter Druck zu setzen und Mangelernährung zu vermeiden. Viele entwickeln im Zuge der Therapie besondere Vorlieben oder Abneigungen gegenüber Nahrungsmitteln.“, betont Dr. Camilla Leithold.

Schüssel mit Gewürz

In der Alternativmedizin gelten Aprikosenkerne als Krebs heilend, weil sie Amygdalin enthalten. Eine andere Bezeichnung dafür lautet Vitamin B17. Ein Mangel daran löst angeblich Krebs aus. Doch dabei handelt es sich um kein echtes Vitamin.

Wenn unser Körper Amygdalin verdaut, wird unter anderem Blausäure (Cyanid) freigesetzt. Diese wirkt auf den Körper toxisch. Daraus speist sich eine weitere Theorie: Demnach kann Blausäure in Tumorzellen im Gegensatz zu gesunden nicht entgiftet und ausgeschieden werden.

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Blausäure gegen Krebs – im Ernst jetzt?

Ob bei Hautreizungen oder zur Pflege von Wunden – Honig gilt seit der Antike als bewährtes Heilmittel. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Honig und andere Bienenprodukte wie Propolis (Bienenharz) und Gelee Royale (Futter der Bienenkönigin) eine heilsame Wirkung bei Krebs haben. Einige Untersuchungen an Tieren und im Reagenzglas weisen darauf hin, dass diese Krebszellen am Wachsen hindern oder zerstören können. Ungeklärt ist jedoch, ob diese Wirkung auch im menschlichen Körper möglich ist.

Bei Menschen mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, die eine Chemo- oder Strahlentherapie erhalten, kommt es häufig zu Entzündungen der Mundschleimhaut. Laut einigen – nicht besonders aussagekräftigen – Studien können Honig und Co. diese Entzündungen hemmen oder Beschwerden mildern.

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Lassen Sie sich Honig schmecken, doch Achtung bei Gelee Royale und Propolis: Es kann zu allergischen Reaktionen kommen!

Immer wieder kursieren Gerüchte, dass das in Kurkuma enthaltene Curcumin Krebs bekämpfen oder dem sogar vorbeugen könne. Doch was steckt dahinter? Zum einen gibt es Forschungen an Krebszellen, die belegen, dass Curcumin deren Wachstum hemmen und den Zelltod auslösen kann. Jedoch konnten bis jetzt keine Studien an Krebspatienten belegen, dass die Verabreichung von Kurkuma zusätzlich zur Therapie den Gesundheitszustand nachweislich verbessert.

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Kurkuma wird im Allgemeinen gut vertragen, es treten nur wenige Nebenwirkungen auf. Jedoch kann das Gewürz zu Wechselwirkungen mit anderen Krebstherapien führen. Deshalb sollten Betroffene auf das Gewürz lieber verzichten.

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„Manche Nahrungsmittel gelten als wahre Wundermittel – zum Beispiel Brokkoli, grünes Blattgemüse, Beeren wie Himbeeren, Knoblauch oder grüner Tee. Darin befinden sich auch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Doch deren positiver Effekt sollte nicht überschätzt werden.“

Dr. Camilla Leithold

Soja, Milch und rotes Fleisch - können Lebensmittel Krebs auslösen?

Ein Zuviel an Zucker und Fleisch fördert Übergewicht, Karies sowie Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder einen erhöhten Cholesterinspiegel. Doch können bestimmte Nahrungsmittel tatsächlich die Ursache von Krebs sein? Erfahren Sie, was dahinter steckt.

Steak, Eier und Milch

Darauf gibt es keine Pauschalantwort. Feststeht: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt bestimmte Fleischsorten sowie verarbeitetes Fleisch als potentielle Risikofaktoren für Krebs. Das Krebsrisiko steigt laut WHO aber nur, wenn Sie mehr als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen 300 bis 600 Gramm Fleisch und Fleischwaren pro Woche zu sich nehmen.

Dabei unterscheidet die WHO zwischen verarbeitetem und unverarbeitetem Fleisch wie etwa Steak. In die Kategorie „verarbeitet“ fallen alle Fleischwaren, bei deren Herstellung das Fleisch durch Salzen, Fermentieren, Räuchern oder Pökeln haltbar gemacht wird. Als sicher krebserregend gelten demnach beispielsweise Wurst oder Schinken. Wer 50 Gramm davon pro Tag isst, erhöht das Risiko an Darmkrebs zu erkranken um 18 Prozent. Dagegen stuft die Organisation unverarbeitetes rotes Fleisch nur als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Dazu zählt Muskelfleisch von Rind, Schwein, Schaf oder Ziege.

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Tipp: Bevorzugen Sie unverarbeitetes Fleisch, am besten nicht zu hoch erhitzt und in den empfohlenen Mengen, und ernähren Sie sich ausgewogen mit viel Obst und Gemüse.

Gut zu wissen

Dr. Camilla Leithold empfiehlt Krebspatienten Fleisch zu essen, um sich ausreichend mit Eiweiß zu versorgen. Ob Sie Bio-Fleisch wählen oder nicht, hat keine Auswirkungen auf die Krebstherapie. Für eine gute Fleischqualität sprechen in erster Linie ethische und keine gesundheitlichen Gründe.

Das bedeutet: Wenn Ihnen das Tierwohl am Herzen liegt, bevorzugen Sie besser Fleisch in Bio-Qualität. Wer befürchtet durch konventionell erzeugtes Fleisch Hormone in gesundheitsschädigender Menge zu sich zu nehmen, kann beruhigt sein: In Deutschland ist genau geregelt, wie hoch die täglich akzeptable Aufnahmemenge (ADI-Wert) von Hormonen ist, die ein Tier im Laufe seines Lebens zu sich nehmen kann, ohne dass die Gesundheit des Verbrauchers Schaden nimmt. Darüber hinaus gibt es gesetzlich festgelegte Wartezeiten zwischen Verabreichen der Hormone und Schlachtung. Wenn diese eingehalten werden, werden die Höchstgrenzen an Hormonrückständen nicht überschritten und der Fleischverzehr ist unbedenklich.

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Eine weitere weitverbreitete Annahme ist, dass der Konsum von Milchprodukten Krebs hervorruft: Sei es durch die darin enthaltenen Hormone

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oder durch darin vorkommende Infektionserreger (Bovine Milk and Meat Factors = BMMF).
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Wer gerne Milch trinkt oder täglich seinen Joghurt löffelt, sei beruhigt: In üblichen Mengen genossen, was etwa 250 Gramm pro Tag entspricht, ist der Verzehr unbedenklich.
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Lediglich Säuglinge unter einem Jahr, deren Immunsystem noch nicht ausgebildet ist, sollten nicht mit Kuhmilch gefüttert werden.
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Sojabohnen enthalten Isoflavone, die zu den sogenannten Phytoöstrogenen gehören. Sie ähneln dem körpereigenen Hormon Östrogen und seiner Wirkung. Deshalb geraten Sojabohnen immer wieder in Verdacht, an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt zu sein oder sein Wiederauftreten zu begünstigen.

Generell gelten zwei Portionen sojahaltiger Nahrungsmittel täglich (Isoflavongehalt ca. 25 – 50 mg) sowohl für gesunde Frauen als auch für Brustkrebsbetroffene als unbedenklich. Selbst Nahrungsergänzungsmittel, die isolierte Soja-Isoflavone enthalten (max. 100 mg pro Tag), können gesunde Frauen für einen Zeitraum von maximal zehn Monaten einnehmen. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass der Verzehr von Soja möglicherweise vor Brustkrebs schützen kann.

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In Milch und in Fleisch kommen natürlicherweise nur wenige Hormone vor, die der menschliche Körper auch schnell abbaut. Es besteht also kein Risiko, dass diese Nahrungsmittel hormonbedingte Krebsarten wie Brust- und Prostatakrebs hervorrufen.

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Ungeklärt ist die hormonähnliche Wirkung von Soja-Isoflavonen: Laut Studien können sie die Entstehung von Krebs sowohl verhindern als auch begünstigen. Frauen sollten nach einer hormonbedingten Brustkrebserkrankung keine Nahrungsergänzungsmittel mit isolierten Isoflavonen konsumieren.
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Die sogenannten Bovine Milk and Meat Factors (BMMF) lösen chronische Entzündungen aus. Dadurch können sie die Entstehung von Tumoren im umliegenden Gewebe indirekt begünstigen. Dies ist vor allem bei Dickdarm-, eventuell auch bei Brust- und Prostatakrebs der Fall. Bis jetzt ist allerdings kein direkter kausaler Zusammenhang zwischen einer BMMF-Infektion und Krebs belegt.

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Fazit: Es gibt keine Diät, die Krebs heilen oder vorbeugen kann. Jede starke Einschränkung in der Ernährung birgt große Risiken und kann Ihre Gesundheit zusätzlich gefährden. Am besten ernähren Sie sich ausgewogen.

Tipps für jeden Tag

Sandwich mit Beilagen

Ausgewogen ernähren im Alltag mit Krebs

Wie lässt sich eine ausgewogene Ernährung im Alltag umsetzen? Noch dazu, wenn neben und nach der Krebstherapie Termine anfallen und die Zeit knapp wird oder es durch Nebenwirkungen der Therapie schwierig ist, sich selbst zu versorgen. In dieser Rubrik finden Sie und Ihre Angehörigen zahlreiche Tipps und Rezepte für jeden Tag, die Ihnen helfen, sich gesund zu ernähren. Zur weiteren Orientierung gibt es eine Sammlung hilfreicher Adressen, Apps und Weblinks.

Regional kaufen, saisonal genießen

Wie lässt sich eine ausgewogene Ernährung im Alltag umsetzen? Noch dazu, wenn neben und nach der Krebstherapie Termine anfallen und die Zeit knapp wird oder es durch Nebenwirkungen der Therapie schwierig ist, sich selbst zu versorgen. In dieser Rubrik finden Sie und Ihre Angehörigen zahlreiche Tipps und Rezepte für jeden Tag, die Ihnen helfen, sich gesund zu ernähren. Zur weiteren Orientierung gibt es eine Sammlung hilfreicher Adressen, Apps und Weblinks.

Sie legen Wert auf frische Lebensmittel von guter Qualität, die keine langen Transportwege hinter sich haben und reif auf dem Tisch landen? Bevorzugen Sie regionale Produkte. Diese schmecken nicht nur aromatischer, sondern sind auch nachhaltiger. Leider sind Bezeichnungen wie „heimisch“ oder „aus der Region“ nicht geschützt. Deshalb werden unter diesem Begriff viele Lebensmittel angeboten, die die Vorteile regionaler Produkte nur scheinbar erfüllen.

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Doch es gibt eine freiwillige, bundesweit einheitliche Kennzeichnung: das „Regionalfenster“. Daran lässt sich schnell erkennen, woher ein Produkt stammt und wo es verarbeitet wurde. Bei verarbeiteten Rohstoffen gibt die dritte Zeile an, wie hoch der Anteil regionaler Nahrungsmittel ist. In der Fußzeile erfahren Sie, welche Kontrollinstitution die Informationen geprüft hat. Eingeführt hat das „Regionalfenster“ das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz (BMEL).

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Regional, saisonal, nachhaltig – was ist eigentlich der Unterschied? Ganz einfach: Mit heimischen, und damit saisonalen, Nahrungsmitteln schaffen Sie schon einmal eine gute Voraussetzung, um die Auswirkungen auf die Umwelt gering zu halten. Denn damit entfallen lange Transportwege.
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Eine „nachhaltige“ Ernährung geht noch einen Schritt weiter. Sie zielt darauf ab, dass unsere Lebensweise möglichst geringe gesundheitliche, ökologische, ökonomische und soziale Folgen hat. Damit soll die Ernährung für nachfolgende Generationen gesichert und die Erde dauerhaft so bewirtschaftet werden, dass die biologische Vielfalt und Ökosysteme geschützt werden.
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Wo kann ich nachhaltig einkaufen?

Sie möchten gerne Nahrungsmittel kaufen, die dem Nachhaltigkeitsprinzip entsprechen? Im Folgenden finden Sie eine Übersicht möglicher Anlaufstellen:

... auch Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft oder Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft oder Verbrauchergemeinschaft genannt

So geht’s: Mitglieder erhalten nachhaltig produzierte und verarbeitete Lebensmittel zu günstigen Preisen.

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So geht’s: Mehrere Personen schließen sich zu einer Gruppe zusammen und bestellen gemeinsam beim Großhändler Lebensmittel. Die Foodcoop kann deshalb die Waren günstiger an ihre Mitglieder abgeben.

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So geht’s: Online regionale Produkte bestellen – die Verbraucher bestellen im Web und holen die regionalen Lebensmittel in der Marktschwärmerei vor Ort ab.

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So geht’s: Über den Markt bummeln und direkt am Stand kaufen. Viele Händler bieten Waren aus der Region oder/und Bio-Anbau an – jedoch nicht alle. Deshalb unbedingt nachfragen.

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So geht’s: Man kauft vom Bauern – viele Betriebe haben einen Hofladen oder bieten Abo-Kisten an, die nach Hause geliefert werden können.

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So geht’s: Die Ware wird unverpackt angeboten. Die Kunden bringen die Verpackung mit und füllen die Ware ab.[^40]

Diese Tipps sind nur Anregungen. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie Ihre bewährte Einkaufsroutine beibehalten. Verhalten Sie sich so, wie es Ihnen in der Zeit der Krebstherapie guttut.

Von Betroffenen für Betroffene: Nützliche Rezepte

Küchenutensilien und Rezeptbuch

Selbstversorgt: Tipps für Alleinstehende

Sich ausgewogen zu ernähren, kann für Alleinstehende während und nach einer Krebstherapie zur Herausforderung werden. Wenn die Zeit knapp wird, weil beispielsweise viele Arzt- und Behandlungstermine anstehen. Oder wenn Sie sich infolge der Therapie zu erschöpft fühlen, um selbst einzukaufen und zu kochen. Im Folgenden stellen wir Ihnen verschieden Möglichkeiten vor, die Ihnen dabei helfen, sich selbstständig zu versorgen.

Frau bereitet in der Küche ein Essen zu

Gut vorbereitet

Wer sich mit möglichst wenig Aufwand selbst versorgen möchte, sollte auf eine gute Vorbereitung und Vorräte setzen. So liegt beispielsweise „Meal Prep“ im Trend. Der Begriff ist die Kurzversion der englischen Wendung „meal preparation“ und bedeutet schlicht und einfach Essensvorbereitung.

Wie lässt sich Meal Prep am besten umsetzen? Ganz einfach: Kochen Sie vor. Entweder komplette Gerichte, die Sie nach dem Abkühlen ins Gefrierfach packen, oder einzelne Komponenten. Viele Nahrungsmittel wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln halten sich gekühlt mehrere Tage und bieten somit eine gute Grundlage für ein schnelles Gericht. Wenn Sie Gemüse putzen und kleinschneiden, können Sie dies gleich für mehrere Gerichte im Voraus machen. Es lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Einziger Haken: Meal Prep erfordert ein gewisses Maß an Zeit für Planung und Vorbereitung. Doch auch hier gibt es Unterstützung: Lassen Sie sich Ihre Einkäufe nach Hause liefern. So sparen Sie sich den Gang in den Supermarkt.

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Gut bevorratet

Getreide und Obst

Außerdem empfiehlt es sich, einen Vorrat an Lebensmittel anzulegen, die sich schnell verzehren oder zubereiten lassen:

  • Zwieback
  • Trockene Kekse oder Gebäck
  • Knäckebrot
  • Salzstangen
  • Reis und Nudeln
  • Haferflocken, Grieß, Couscous
  • Obst- und Gemüsekonserven
  • Eintopf- und Tellergerichte
  • Nudel- und Reisfertiggerichte
  • Kartoffelpüree und Kartoffelknödel als Fertigprodukt
  • Tiefkühlgerichte für eine Person
  • Gekörnte Brühe oder Bouillon, Fertigsuppen in der Tüte
  • Lieblingssüßigkeiten
  • H-Milch und H-Sahne in kleinen Packungen
  • Kräutertees
  • Maltodextrin (Nährstoffkonzentrat reich an Kohlenhydraten)

Tipp: Fertigprodukte können Sie schnell mit frischen Kräutern aufwerten!

Essen auf Rädern

Wenn es Ihnen nicht möglich ist, selbst zu kochen, nutzen Sie das Unterstützungsangebot „Essen auf Rädern“. Über 2.000 Anbieter, private Unternehmen wie caritative, liefern in Deutschland fertig zubereitete Mahlzeiten nach Hause. Meist gibt es eine große Auswahl verschiedener Gerichte. Außerdem können Sie dabei angeben, ob eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt oder Rücksicht auf eine besondere Ernährungsweise wie etwa Diabetes genommen werden muss. Die Kosten müssen Sie in der Regel selbst übernehmen. Alternativ können Sie auch auswärts essen gehen. Viele Restaurants oder Kantinen bieten beispielsweise mittags preiswerte Gerichte oder Menüs an.

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Sie können krankheitsbedingt weder kochen noch andere Hausarbeiten erledigen? In diesem Fall besteht die Möglichkeit, zeitweise eine Haushaltshilfe zu beschäftigen oder einen ambulanten Pflegedienst zu beauftragen, Sie zu unterstützen. Wenden Sie sich zum Beispiel an Ihre Krankenkasse oder an den Sozialdienst in dem Krankenhaus, in dem Sie in Behandlung sind.

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Hier finden Sie weitere Informationen darüber, welche Leistungen Ihnen erstattet werden können.

Wenn Sie über ein stabiles soziales Netz verfügen, können Sie vielleicht Unterstützung von Familienangehörigen, Freunden oder Nachbarn erhalten: Die meisten freuen sich, wenn sie helfen können und bringen gerne ein selbstgekochtes Essen vorbei oder übernehmen Einkäufe oder einen Teil der Hausarbeit.

Tipps für Angehörige

Als Angehöriger möchten Sie dem Betroffenen so gut wie möglich unterstützend zur Seite stehen. Dabei ist es nicht immer einfach, das Gleichgewicht zwischen „sich kümmern“ und „bevormunden“ zu wahren. Vor allem, wenn Ihr Angehöriger Probleme mit dem Essen hat.

Loben Sie den Betroffenen für jede noch so kleine Portion, die er gegessen hat. So gewinnt er eine positive Sicht auf das Essen.

Zwingen Sie Ihren Angehörigen nicht zum Essen. Das verdirbt nur den Appetit.

Stundenlang gekocht und es wurde kaum etwas gegessen? Beziehen Sie es nicht auf sich, wenn Ihr Angehöriger das liebevoll zubereitete Essen ablehnt.

„Wir haben uns riesig gefreut, wenn uns jemand unterstützt hat, ohne ständig zu fragen. Das können kleine Dinge sind: Einfach mal Brötchen holen und vor die Türe legen, einen kleinen Einkauf vorbeibringen oder einfach mal die Wäsche übernehmen.“ Paul, Knochenkrebspatient

Machen Sie sich bewusst: Geschmacksveränderungen treten häufig auf. Weder Ihre Kochkünste noch der böse Wille des Patienten sind die Ursache von ablehnendem Verhalten.

Versetzen Sie sich in die Situation des Betroffenen. Vielleicht denken Sie an Ihre letzte Magen-Darm-Infektionen, wenn Ihnen zum Essen und Trinken viel zu übel war.

Schmökern Sie gemeinsam mit dem Patienten in Kochbüchern und lassen Sie sich für die nächsten Mahlzeiten inspirieren.

Servieren Sie kleine Portionen zu den Mahlzeiten und bieten Sie zwischendurch unaufdringlich Snacks an.

"Essen ist mehr als reine Nahrungsaufnahme. Es ist wichtig, die Mahlzeiten so zu gestalten, dass sie einem guttun. Essen Sie in netter Gesellschaft – zum Beispiel zusammen mit dem Partner, der Familie oder Freunden. Und verlieren Sie nicht den Genuss am Essen.“ Dr. Camilla Leithold

Apps

App „HealthFood“: Koch-App des Tumorzentrum Münchens – leckere Rezepte für Patienten mit Krebs aus der Spitzengastronomie z. B. von Eckart Witzigman

App „Essen bei Krebs“: erprobte und einfache Rezepte, um den Ernährungszustand bei Krebs zu optimieren

App „Der Saisonkalender“: mobiler Einkaufsberater der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BZfE)

App „Was ich esse“: mobiles Ernährungstagebuch zur Dokumentation der am Tag verzehrten Nahrungsmittel und Getränke – mit über 700 Lebensmitteln, individuell erweiterbar

App „Gesund einkaufen“: zum Checken des Fett-, Zucker- und Salzgehalts von Lebensmitteln – über 185.000 Lebensmittel sind hinterlegt; inklusive Tipps für eine gesunde Ernährung

App „Kitchen Stories“: Inspiration durch Rezepte, Schritt-für-Schritt- und Videoanleitungen sowie Einkaufslisten zum Planen der nächsten Mahlzeit

App „Die Einkaufsliste“: zum einfachen und übersichtlichen Planen und Abarbeiten Ihrer Einkäufe; die Liste kann geteilt werden, so können mehrere Personen gleichzeitig damit einkaufen

Apps „Trink Wasser - Trink-Wecker“/ „Trink Wecker Mein Wasser“: zum Dokumentieren der Trinkmenge – für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt

Referenzen

Interview mit Dr. Camilla Leithold zum Thema „Ernährung bei Krebs.“
Deutsche Krebshilfe und Deutsche Krebsgesellschaft: Blauer Ratgeber Ernährung bei Krebs. Abrufbar unter https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Blaue_Ratgeber/Ernaehrung-bei-Krebs_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf.. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Krebsgesellschaft: Nahrungsergänzungsmittel bei der Krebstherapie: Sinnvolle Ergänzung oder unterschätzte Gefahr? Abrufbar unter https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben/nahrungsergaenzung-in-der-krebstherapie.html. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Richtig trinken bei der Krebstherapie. Abrufbar unter https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/ernaehrung/ernaehrung-trinken.php. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Deutsche Krebsgesellschaft: Mundschleimhautentzündung als Nebenwirkung einer Krebstherapie. Abrufbar unter https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal-basis-informationen-krebs-nebenwirkungen-der-therapie-mundschleimhautentz%C3%BCndung.html. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Zentralklinik Bad Berka: Krebs und Ernährung. Abrufbar unter https://www.zentralklinik.de/unsere-medizin/zertifizierte-zentren/enets/informationen-fuer-patienten/krebs-und-ernaehrung.html. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Tumorzentrum München: Krebsdiäten. Abrufbar unter https://www.ernaehrung-krebs-tzm.de/ernaehrung-krebs/krebsdiaeten.html. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Duden: Diät. Abrufbar unter https://www.duden.de/rechtschreibung/Diaet. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Hübner J. Alternativmedizin: ... von „Krebsdiäten“ Dtsch Arztebl 2016; 113(6). Abrufbar unter https://www.aerzteblatt.de/archiv/174845/Alternativmedizin-von-Krebsdiaeten. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) in der Deutschen Krebsgesellschaft (Hrsg.): Für eine Verbesserung der Ernährungsversorgung bei Menschen mit Krebs in Deutschland. Ernährungsumschau 02/2016. Abrufbar unter https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/02_16/EU02_2016_M089-M093.pdf. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln und Krebsgesellschaft Nordrhein-Wesfalen: Breuß Diät. Abrufbar unter https://www.komplementaermethoden.de/breuss-diaet. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln und Krebsgesellschaft Nordrhein-Wesfalen: Budwig Diät. Abrufbar unter https://www.komplementaermethoden.de/budwig-diaet. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Henß H, Zürcher G. Broschüre: Wissenswertes zur Ernährung bei Krebserkrankungen. 1. Auflage Juli 2013. Abrufbar unter https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/09_zentren/cccf/pdf/Brosch%C3%BCren/Brosch%C3%BCre_Wissenswertes_Ern%C3%A4hrung_bei_Krebserkrankungen_endg%C3%BCltige_Version.pdf. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln und Krebsgesellschaft Nordrhein-Wesfalen: Gerson Diät. Abrufbar unter https://www.komplementaermethoden.de/gerson-diaet. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Praxisklinik Bornheim: Zu viel Jod kann krank machen. Abrufbar unter https://www.jod.de/zwangsjodierung/zu-viel-jod-macht-krank. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Diabetologie-online: Morbus Crohn – Welche Laborkontrollen sind wichtig. Abrufbar unter http://www.diabetologie-online.de:8091/dialog/a/morbus-crohn-welche-laborkontrollen-sind-wichtig-2047658. Letzter Zugriff am 24.04.2020.
Gesundheitsinformation.de: Nahrungsergänzungmittel: Können sie auch schaden. Abrufbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/nahrungsergaenzungsmittel-koennen-sie-auch-schaden.2321.de.html?part=medzwei-hl-2jxa-ci4y. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln und Krebsgesellschaft Nordrhein-Wesfalen: Rote Beete-Diät. Abrufbar unter https://www.komplementaermethoden.de/rote-bete-diaet. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln und Krebsgesellschaft Nordrhein-Wesfalen: Ketogene Diät. Abrufbar unter https://www.komplementaermethoden.de/ketogene-diaet. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln und Krebsgesellschaft Nordrhein-Wesfalen: Heilfasten. Abrufbar unter https://www.komplementaermethoden.de/heilfasten. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) in der Deutschen Krebsgesellschaft: Stellungnahme zu Vitamin B17 (Amygdalin). Abrufbar unter http://prio-dkg.de/wp-content/uploads/2017/11/Stellungnahme_Amygdalin_20170424.pdf. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Ernährungsumschau: Cochrane-Gesellschaft: Aprikosenkerne - kein Mittel gegen Krebs. Abrufbar unter https://www.ernaehrungs-umschau.de/print-news/13-03-2019-aprikosenkerne-kein-mittel-gegen-krebs/. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Komplementäre Krebstherapie: Was ist dran an Bienenprodukten? Abrufbar unter https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2016/fk6-propolis-und-krebs.php. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Was ist dran: Kurkuma bei Krebs? Abrufbar unter https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2019/fk14-curcumin-kurkuma-krebs.php. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsorganisation: IARC Monographs evaluate consumption of red meat and processed meat. Abrufbar unter https://www.iarc.fr/wp-content/uploads/2018/07/pr240_E.pdf. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Verbraucherzentrale: WHO: Verarbeitetes Fleisch krebserregend? Abrufbar unter https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/who-verarbeitetes-fleisch-krebserregend-12300. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zu Hormonen in Fleisch und Milch. Abrufbar unter https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_hormonen_in_fleisch_und_milch-190401.html. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Hormone in Fleisch und Milch: BfR gibt Antworten auf häufige Fragen. Abrufbar unter https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2014/news43.php. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Neuartige Erreger in Rind und Kuhmilchprodukten: Weitere Forschung notwendig. Stellungnahme Nr. 014/2019, aktualisiert am 19. September 2019. Abrufbar unter https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/neuartige-erreger-in-rind-und-kuhmilchprodukten-weitere-forschung-notwendig.pdf. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Soja und Bruskrebs. Abrufbar unter https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2019/fk08-soja-brustkrebs-ernaehrung-phytooestrogen.php. Letzter Zugriff am 23.02.2021.
Bundeszentrum für Ernährung: Regional einkaufen. Abrufbar unter https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/regional-einkaufen/. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Regionalfenster Service GmbH: Das Regionalfenster … zeigt Ihnen, wo das Produkt herkommt – für alle, die Wert auf regionale Herkunft legen. Abrufbar unter https://www.regionalfenster.de/das-zeichen.html. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Bundeszentrum für Ernährung: Nachhaltige Ernährung. Abrufbar unter https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/grundlagen/nachhaltige-ernaehrung/. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Bundeszentrum für Ernährung: Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Abrufbar unter https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/einkaufsorte-finden/erzeuger-verbraucher-gemeinschaften/. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Bundeszentrum für Ernährung: Foodcoops. Abrufbar unterhttps://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/einkaufsorte-finden/foodcoops/. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Bundeszentrum für Ernährung: Marktschwärmer. Abrufbar unter https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/einkaufsorte-finden/marktschwaermer/. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Bundeszentrum für Ernährung: Wochenmarkt. Abrufbar unter https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/einkaufsorte-finden/wochenmarkt/. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Bundeszentrum für Ernährung: Direktvermarktung. Abrufbar unter https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/einkaufsorte-finden/direktvermarktung/. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Lecker.de: Meal Prep – was ist das eigentlich. Abrufbar unter https://www.lecker.de/meal-prep-was-ist-das-eigentlich-77594.html. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
Betanet: Haushaltshilfe. Abrufbar unter https://www.betanet.de/haushaltshilfe.html. Letzter Aufruf am 23.02.2021.
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