Job und CED – lässt sich das vereinbaren?

Einen großen Teil unserer Lebenszeit verbringen wir damit, zu arbeiten. Wenn du an einer CED erkrankt bist, bedeutet das auch, dass die Erkrankung Einfluss auf dein Berufsleben haben wird. Das muss jedoch kein Dealbreaker sein. Denn wenn die Arbeitsbedingungen stimmen, kannst du auch mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa im Job Erfolg haben und beruflich durchstarten.

Tipp: Arbeiten mit CED

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können einen Einfluss auf deinen beruflichen Alltag haben. Doch auch mit CED kannst du deine beruflichen Ziele verfolgen, wenn du ein paar Dinge beachtest.

CED im Job

Egal, ob du deinen ersten Job mit Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa antrittst oder die Diagnose erst bekommst, wenn du schon mit beiden Beinen fest im Berufsleben stehst: Eine CED wird auch Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag haben. Deswegen ist es sehr wichtig, dass die Arbeitsbedingungen stimmen, sodass die Erkrankung keinen zusätzlichen Stress im Berufsalltag verursacht.

Wenn du an einer CED erkrankt bist, ist es für viele Betroffene hilfreich, eine Toilette in der Nähe zu haben. Daher bieten einige Jobs diesbezüglich mehr Komfort und weniger Stress, wenn es darum geht, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn so unkompliziert wie möglich im Alltag zu integrieren.

Heutzutage ist auch das Homeoffice in vielen Unternehmen zum Standard geworden und gehört zu einem flexiblen Arbeitszeitenmodell. Viele Arbeitgeber ermöglichen ihren Mitarbeitern, einen oder mehrere Tage in der Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Falls du diese Möglichkeit in deinem Beruf siehst, solltest du sie wahrnehmen. Somit hast du mehr Komfort und weniger Stress, denn du musst deinen Kollegen oder deinem Chef nicht ständig erklären, weshalb du erneut zur Toilette musst. Während eines akuten Morbus-Crohn-Schubes solltest du allerdings dringend einen Arzt aufsuchen und dich im Zweifelsfall lieber krank schreiben lassen.

Auch flexible Arbeitszeiten und Gleitzeit sind mittlerweile in vielen Firmen Alltag. Jobs in der IT oder der Kreativbranche haben häufig keine klassischen nine-to-five- Arbeitszeiten. Das ist besonders praktisch, um bei einer CED Arztbesuche zu ermöglichen, oder während eines Schubes bei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn etwas später ins Büro zu kommen.

Selbstständigkeit ist ebenfalls eine Option, die sich in vielen Bereichen sehr gut mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung vereinbaren lässt. Du kannst in der Regel von zu Hause aus arbeiten und dir deine Zeit verhältnismäßig frei einteilen. Dennoch solltest du gut die Vor- und Nachteile einer Selbstständigkeit abwägen, bevor du dich zu diesem Schritt entschließt: Eventuelle Sorgen, die mit einer Selbstständigkeit einhergehen, können einen zusätzlichen Stressfaktor darstellen und sich so negativ auf deine Gesundheit auswirken.

Falls in deinem Job weder Gleitzeit noch Homeoffice oder andere Arbeitszeitmodelle möglich sind, heißt es: Alternativen finden. Manche Berufe sind einfach schwieriger mit einer CED zu vereinbaren als andere. Bist du beruflich viel unterwegs, etwa im Außendienst, unternimmst du häufig Geschäftsreisen oder verrichtest schwere körperliche Arbeit, gibt es vielleicht Alternativen, die dir deinen Arbeitsalltag erleichtern können. Vielleicht kannst du innerhalb deiner Firma eine andere Position besetzen, die sich leichter mit deiner chronisch-entzündlichen Darmerkrankung vereinbaren lässt.

Mit dem Arbeitgeber Klartext reden – sinnvoll oder nicht?

Ob du mit deinem Arbeitgeber oder deinen Kollegen über deine Colitis ulcerosa oder deinen Morbus Crohn sprichst, bleibt ganz dir überlassen. Bevor du diese Entscheidung triffst, solltest du jedoch abwägen, ob dir dies deinen Berufsalltag erleichtert, oder zu zusätzlichem Stress, ausgelöst durch Scham, führt. Wer im Job offen mit seiner CED umgeht, wird Verständnis ernten, wenn er beispielsweise häufiger zum Arzt oder auf die Toilette muss. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass du dich mit deinem Chef und deinen Kollegen so wohlfühlst, dass du dich ihnen sorglos anvertrauen kannst.
Ein offener und freundlicher Umgang miteinander ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Denn nicht jeder Mensch hat Verständnis für die Erkrankung. Daher solltest du abwägen, wie offen du darüber sprechen möchtest.

 

 

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