Wie sieht die Behandlung bei einer CED aus?

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen lassen sich auf unterschiedliche Weisen behandeln. Dafür wird der Arzt ein ausführliches Therapiegespräch mit dir führen, in welchem er dir alle für dich sinnvollen Ansätze nennt. Anschließend entscheidet ihr gemeinsam, welche Maßnahmen die beste Aussicht auf ein optimales Therapieergebnis haben.

Tipp: Die Qual der Wahl? Bitte deinen Arzt um Hilfe.

Es gibt viele Möglichkeiten, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zu behandeln. Unter anderem kommen Medikamente oder andere therapeutische Maßnahmen zum Einsatz. In extremen Fällen kann auch eine Operation Linderung bringen.

 

Die Behandlungsziele bei einer CED

Die Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn verfolgt verschiedene Ziele: Zum einen, schnellstmöglich dein Wohlbefinden durch das Bekämpfen der Symptome zu steigern, und zum anderen, deine gesundheitliche Situation zu verbessern.

  • Linderung akuter Krankheitssymptome wie Durchfall und Bauchschmerzen

  • Abheilen der angegriffenen Darmschleimhaut

  • Langfristige Eindämmung der Entzündung, um eine beschwerdefreie Phase zu erreichen und diese so lange wie möglich auszudehnen

  • Komplikationen und Spätfolgen einer CED vermeiden

  • Erhalt oder Verbesserung der Lebensqualität, um ein freibestimmtes Leben ohne größere Einschränkungen durch Morbus Crohn zu ermöglichen

  • Bei Kindern und Jugendlichen: Nährstoffversorgung sicherstellen, um eine normale Entwicklung zu gewährleisten

     

Welche Medikamente bei einer CED?

Je nach Ausprägung der Entzündung wird dein Arzt dir unterschiedliche Medikamente verschreiben. Die Wahl der Medikation richtet sich danach, ob ihr einen akuten Schub Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa eindämmen wollt oder ob das Medikament das Wiederkehren verhindern soll.
Verwendet werden zumeist Wirkstoffe aus der Gruppe der Aminosalicylate und Immunsuppressiva, sowie biotechnologisch hergestellte Medikamente, die sich Biologika nennen. Diese Präparate hemmen die Entzündungen in deinem Darm auf unterschiedliche Weise. Meist lindern sie typische Krankheitssymptome relativ schnell. Bei Verdacht auf bakterielle Infektionen oder bei Schmerzen kann dein Arzt dir allerdings zusätzlich Antibiotika oder Schmerzmittel verschreiben.

Hilfe, mir wurde eine OP für meine CED vorgeschlagen!

In manchen Fällen ist die CED so stark ausgeprägt, dass Medikamente einfach nicht mehr helfen. Mit einer Operation lassen sich solche Fälle jedoch meistens gut behandeln. Vielfach stehen dafür schonende Verfahren zur Verfügung, wie beispielsweise die Schlüsselloch-Chirurgie. Diese ist wenig belastend und der Patient kann sich zügig wieder erholen. Wichtig ist dann, dass ein erfahrener Chirurg diesen Eingriff durchführt, damit ein bestmögliches postoperatives Ergebnis erreicht werden kann.

Weitere Maßnahmen, die helfen können

Psychische Faktoren sind nicht die Ursache für eine CED. Dennoch können sie einen Einfluss auf den subjektiv empfundenen Verlauf der Erkrankung haben. Menschen mit einer Colitis ulcerosa oder einem Morbus Crohn sollten auf Tabakprodukte verzichten, da diese den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und so einen akuten Schub fördern können. Eine spezielle Ernährung bei einer CED gibt es zwar nicht, aber wenn du dich gut ernährst, kann sich das positiv auswirken. Das bedeutet, die Ernährung der jeweiligen Krankheitssituation anzupassen. Eventuelle Mangelerscheinungen lassen sich sehr gut mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen. Am besten befragst du dazu deinen Arzt – er hilft dir sicher gern weiter!

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