Psychose-Wissen

Herzlich Willkommen auf der Webseite Psychose-Wissen

Diese Webseite entstand unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Martin Lambert, Leiter des Arbeitsbereiches Psychosen in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf.

Er wird Sie durch die einzelnen Module dieser Webseite führen und Ihnen das komplexe Thema Psychosen Schritt für Schritt erklären. Ziel dieser Seite ist es, Psychose-Betroffene und deren Angehörige, Partner und Freunde zu Experten zu machen, so dass alle bei der Behandlung unterstützen und mitentscheiden können.

Wir hoffen, dass Sie auf dieser Webseite für Sie interessante Inhalte finden.

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Wissensmodule

Modul 1 - Psychose im Überblick

Was ist eine Psychose? Symptome, Zahlen, Daten, Fakten, Diagnosen / Verlauf, Begleiterkrankungen, Folgen für den Alltag

Im ersten Modul dieser Webseite erfahren Sie etwas über das Wesen der Erkrankung. Hier lernen Sie zunächst, was eine Psychose ist und welche Symptome typischerweise dabei auftreten können. Wie kann eine Psychose verlaufen und welche Diagnosen sind möglich? Wichtig zu wissen ist auch, welche Begleiterkrankungen den Verlauf einer Psychose negativ beeinflussen können.

Lernen Sie mehr über Plus- (z. B. Halluzinationen und Wahnvorstellungen) und Minus-Symptome (Einschränkungen des normalen Erlebens und der Lebensenergie), Formen der Psychose (z. B. Schizophrenie, schizoaffektive Störungen, etc.) und Folgen unbehandelter psychischer Begleiterkrankungen für den Alltag.

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Modul 2 - Ursachen und Folgen

Psychosen-Entstehungsmodell, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Dopamin-Hypothese

Im Mittelpunkt des zweiten Wissensmoduls stehen folgende Fragen: Wie entstehen Psychosen? Wodurch werden sie ausgelöst? Und welche wichtige Rolle spielt dabei der Botenstoff Dopamin?

Um diese Fragen besprechen zu können, haben Experten verschiedene Modelle entwickelt. Anhand dieser Modelle werden Sie mehr über die Psychosen erfahren. Die vorgestellten Modelle sind:

  • das Psychosen-Entstehungsmodell
  • das Vulnerabilitäts-Stress-Modell
  • und die Dopamin-Hypothese

Bestimmte Faktoren steigern das Risiko an einer Psychose zu erkranken. Risikofaktoren können z. B. Drogen und Alkoholkonsum, belastende Lebensereignisse oder eine genetische Disposition sein. Erfahren Sie auch darüber mehr in diesem Modul.

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Modul 3 - Früherkennung und Frühbehandlung

Prodromalphase, Bessere Früherkennung, Unbehandelte Psychosephase und Folgen

Wie Sie im Modul 2 bereits anhand des Psychosen-Entwicklungsmodells sehen konnten, gibt es ein Stadium vor der eigentlichen Psychose: die Prodromalphase. Zeigen Menschen in dieser Phase ganz bestimmte Symptome, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Prodomalphase in eine Psychose übergeht.

Werden aber bereits in der Prodromalphase erste Symptome erkannt und baldmöglichst auch behandelt, können Psychosen verhindert oder aber zumindest hinausgezögert werden. Früherkennung ist daher eine der wichtigsten Fragen, die im Modul 3 geklärt werden.

Da die Früherkennung leider nicht immer gelingt, geht das Modul auch auf die möglichen Folgen einer zu spät oder nicht behandelten Psychose ein.

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Modul 4 - Medikamentöse Therapien

Bausteine der Therapie, Medikamente, Antipsychotika, Darreichungsformen, Nebenwirkungen, Die 10 wichtigsten Regeln

Modul 4 gibt Ihnen einen Überblick der wichtigsten Therapiebausteine. Ein Therapiebaustein ist die medikamentöse Therapie. Im Rahmen einer Psychose-Behandlung werden verschiedene Arten von Medikamenten eingesetzt wie z. B. Antipsychotika, Benzodiazepine, Stimmungsstabilisierer und Antidepressiva.

Die Hauptmedikamente in der Behandlung von Psychosen sind die Antipsychotika, die spezifisch gegen psychotische Symptome wirken. Erfahren Sie mehr über „typische“ und „atypische“ Antipsychotika, deren Wirkungsweise, mögliche Darreichungsformen sowie ein paar Details zu den Vor- und Nachteilen bestimmter Antipsychotika.

Auch über das Thema mögliche Nebenwirkungen und dem Umgang damit werden Sie in diesem Modul informiert.

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Modul 5 - Psychosoziale Therapien

Die wichtigsten Therapiebausteine, Versorgungsstrukturen, Psychologische Therapiekonzepte, Soziale Therapien, Selbsthilfe

Im Rahmen einer Behandlung ist es entscheidend, die einzelnen Therapiebausteine sinnvoll miteinander zu verknüpfen – sowohl beim Betroffenen als auch mit dessen Angehörigen. Dies wird als „Integrierte Versorgung“ bezeichnet. Wichtige Elemente einer integrierten Versorgung sind die medikamentösen, die psychologischen und die sozialen Therapien.

Wurde im Modul 4 der Schwerpunkt auf die medikamentöse Therapie gelegt, bearbeitet das Modul 5 psychologische und soziale Therapieansätze. Dazu zählen:

  • Psychologische Therapiekonzepte: Familientherapie, Psychoedukation, Metakognitives Training, etc.
  • Soziale Therapieformen: Sozialarbeit, Ergotherapie, Arbeitstherapie, etc.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Förderung der Selbsthilfe, beispielsweise die Beratung durch geschulte Betroffene oder die Beratung der Familie durch geschulte Angehörige.

Unser Versorgungssystem deckt nahezu alle Phasen im Krankheitsgeschehen ab: die Früherkennung von Psychosen, die Akuttherapie, die Langzeitbehandlung, die Rehabilitation und die berufliche Wiedereingliederung.

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Modul 6 - Therapietreue und Rückfälle

Therapietreue (Adhärenz), Häufigkeit mangelnder Therapietreue, Ursachen, Psychotische Rückfälle als Folgen unzureichender Therapietreue, Rückfallverhinderung

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Therapietreue“ oder „Adhärenz“? Und warum ist es so wichtig, seiner Therapie treu zu bleiben? Neben der Therapietreue werden in diesem Modul die damit eng verbundenen Themen Rückfallverhinderung und das Erkennen von Frühwarnzeichen besprochen.

Neben der konsequenten Umsetzung der ärztlichen Therapieempfehlungen ist es sehr wichtig – für den Patienten, aber auch die Angehörigen - auf Frühwarnzeichen zu achten und zu reagieren. Mögliche Frühwarnzeichen können zum Beispiel verringertes oder erhöhtes Schlafbedürfnis sein, sozialer Rückzug oder Stimmungsschwankungen.

Es ist wichtig, dass Sie diese Veränderungen wahrnehmen und rechtzeitig reagieren, um einen psychotischen Rückfall zu vermeiden.

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Modul 7 - Genesungshilfen

Gesundung (Recovery) fördern, Rückkehr in den Alltag, Gesundungshilfen für Angehörige, Hilfe zur Selbsthilfe

Im letzten Modul wird Ihnen das Konzept der Gesundung oder Genesung nähergebracht. Ziel ist es, Hoffnung, Vertrauen, Selbstwertgefühl und eigenverantwortliches Handeln wiederzuerlangen. Dazu werden Ihnen wesentliche Hilfen und Verhaltensweisen erläutert, die Ihnen die Rückkehr in den Alltag erleichtern. Zu stabilen Lebensumständen gehören die Themen Arbeit, Finanzen und Wohnen.

In allen drei Bereichen stehen Ihnen vielfältige Hilfen zur Verfügung. Nehmen Sie und Ihre Angehörigen deshalb Hilfe von einem Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen in Anspruch. Er wird sie umfassend beraten. Für das Thema Arbeit stehen Ihnen zum Beispiel die Arbeitstherapie sowie die Einrichtungen der Berufsbildungswerke, Berufsförderungswerke oder berufliche Trainingszentren zur Verfügung.

Nutzen Sie die bestehenden Angebote, um Ihren Therapieerfolg langfristig zu sichern.

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Autoren- & Quellinformationen

Dieser Text entspricht den redaktionellen Standards der JanssenWithMe und wurde von Dr. Antonie Wimmer, einem Mitglied des redaktionellen Beirats der geprüft. Lernen Sie hier den medizinischen Beirat unserer Redaktion kennen.

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Stiftung Gesundheit

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Referenzen

Rockstroh JK. Einleitung. In: Hoffmann C, Rockstroh JK (Hrsg.) HIV 2020/2021. Medizin Fokus Verlag, Hamburg, 2020, S. 2-13. https://www.hivbuch.de, abgerufen am 15.11.2022.
Robert Koch-Institut. RKI-Ratgeber HIV-Infektion/Aids. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html, zuletzt abgerufen am 15.11.2022
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Deutsche Aidshilfe. Schutz durch Therapie. https://www.aidshilfe.de/schutz-therapie, abgerufen am 15.11.2022.
Deutsche Aidshilfe. Kondome schützen! https://www.aidshilfe.de/kondome-schuetzen, abgerufen am 15.11.2022.
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Nichols BE et al. Cost-effectiveness analysis of pre-exposure prophylaxis for HIV-1 prevention in the Netherlands: a mathematical modelling study. Lancet Infect Dis 2016;16:1423-1429.
Bundesministerium für Gesundheit. Gesetzlicher Anspruch für HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) kommt. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/terminservice-und-versorgungsgesetz/prep.html, abgerufen am 15.11.2022
Spinner C, Hoffmann C. Prävention der HIV-Infektion. In: Hoffmann C, Rockstroh JK (Hrsg.) HIV 2020/2021. Medizin Fokus Verlag, Hamburg, 2020, S. 596-608 https://www.hivbuch.de, abgerufen am 15.11.2022.
Deutsche Aidshilfe. PrEP-Checks & medizinische Begleitung. https://www.aidshilfe.de/hiv-prep/prep-checks, abgerufen am 15.11.2022.
Lorenzen T. Postexpositionsprophylaxe (PEP). In: Hoffmann C, Rockstroh JK (Hrsg.) HIV 2020/2021. Medizin Fokus Verlag, Hamburg, 2020, S. 615-619 https://www.hivbuch.de, abgerufen am 15.11.2022.