Tipps & Tricks

Eine CED kann sich bei jedem Betroffenen anders auf den Alltag auswirken. Es gibt jedoch ein paar kleine Tricks, die dir das Leben erleichtern können und auch in heiklen Situationen helfen, die Ruhe zu bewahren.

 

Manche CED Erkrankte haben ein Anrecht auf einen Schwerbedindertenausweis. Der kann in vielen Situationen hilfreich sein und dir möglicherweise Steuerentlastungen oder zusätzliche Urlaubstage verschaffen. Oft entgehen Erkrankten diese zusätzlichen Leistungen oder ein erweiterter Rechtsschutz. Informier dich deswegen ausführlich darüber, welche Ansprüche du hast.

Rauchen schadet der Gesundheit. Tabakrauch erhöht aber bei Morbus-Crohn-Patienten auch massiv das Risiko, einen akuten Schub zu bekommen. Raucher haben darüber hinaus ein zweimal so hohes Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken, wie Nichtraucher.

Egal, ob Morbus Crohn oder Colits ulcerosa – eine bestimmte Diät für Betroffene mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gibt es leider nicht. Du solltest das essen, was dir gut tut und was deiner Meinung nach keine Beschwerden auslöst. Hilfreich ist es, ein Ernährungstagebuch zu führen. Dort kannst du genau notieren, wann du was gegessen hast und welche Beschwerden aufgetreten sind.

Sprich über deine Erkrankung. Es gibt diverse Foren und Gruppen, in denen man offen mit anderen Erkrankten über eine CED reden kann. Der Austausch mit anderen Betroffenen nimmt oft Hemmungen und du kannst dir Ratschläge für deinen eigenen Alltag geben lassen. Natürlich solltest du auch mit deiner Familie und deinen Freunden über die Erkrankung sprechen.

Es ist wichtig, mit allen Ärzten, die dich untersuchen, über deine Erkrankung zu sprechen. Deshalb sollten neben deinem behandelnden Arzt auch andere Fachärzte wie dein Zahn- oder Hautarzt informiert werden, bei Frauen naürlich auch der Frauenarzt. Deine CED kann sich nämlich auch auf andere Bereiche deines Körpers auswirken, und Ärzte können so bei Beschwerden entsprechend reagieren.

Stress kann Schübe fördern, daher ist Entspannung sehr wichtig. Oft kann Stress jedoch leicht reduziert werden, indem du einfach mal „Nein“ sagst. Das kann bedeuten, dass du ein stressiges Projekt nicht annimmst oder einen privaten Termin absagst, weil du Ruhe brauchst. Vielleicht meldest du dich auch von einem Kurs an der Uni ab, weil dein Tag sonst zu lang wird.

Es ist bewiesen: Rituale reduzieren Stress und helfen beim Runterkommen: Schließe deinen Arbeits- oder Unitag mit einem Ritual ab. Wenn du mit dem Fahrrad fährst, nimm den schönen Weg durch den Park statt der Hauptstraße. Gehe abends eine Runde spazieren und genieße die Ruhe. Oder schaue eine Folge deiner Lieblingsserie.

Alkohol kann einen Schub zusätzlich verstärken, deswegen solltest du darauf wenn möglich verzichten. Besonders größere Mengen sind nicht ratsam.

 

Kannst du während eines Schubs nicht ausreichend Nahrung und Nährstoffe zu dir nehmen, versuche es einmal mit Trinknahrung: Das ist eine rein flüssige Nahrung, die alle wichtigen Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, aber auch Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthält. Trinknahrung ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich, der Gebrauch sollte jedoch zuvor mit deinem Arzt besprochen werden.

Kannst du während eines Schubs nicht ausreichend Nahrung und Nährstoffe zu dir nehmen, versuche es einmal mit Trinknahrung: Das ist eine rein flüssige Nahrung, die alle wichtigen Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, aber auch Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthält. Trinknahrung ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich, der Gebrauch sollte jedoch zuvor mit deinem Arzt besprochen werden.

Der Fettgehalt von Wurst variiert. Da fettreiche Speisen bei CED möglichst vermieden werden sollten, sind Wurstsorten wie Leberwurst, Mettwurst und Teewurst, aber auch Fleischwurst und Salami nicht ratsam. Es gilt jedoch immer: Was vertragen wird, kann auch gegessen werden.

Fettreiche Speisen können sich negativ auf deine Krankheit auswirken: Beim Käse lohnt sich der Vergleich. Empfehlenswert sind Käsesorten mit 30 % Fett in der Trockenmasse (F.i.T.) oder weniger, dazu gehören Körniger Frischkäse (Cottage Cheese) und Harzer Käse.

Auch beim Fisch sollte auf den Fettgehalt geachtet werden: Wähle deswegen gedünsteten Fisch, denn der ist leichter verdaulich und kalorienärmer als gebratener oder panierter Fisch.

Gut zu wissen: Wenn „knusprig“ auf der Karte steht, klingt das verführerisch, bedeutet aber meistens frittiert und extrem fettig. Besser sind gedämpftes Fleisch und Meeresfrüchte oder knackig gebratenes Wok-Gemüse, denn beim Wok ist die Hitzefläche geringer als in der Pfanne. Auf diese Weise wird auch weniger Fett benötigt.

Die Thais lieben es gedämpft! Das wichtigste Utensil hierfür: Der Bambusdämpfer. Diese schonende Garmethode ist nicht nur gut bekömmlich, Fisch und Gemüse behalten durch das langsame Garen im Wasserdampf auch ihren Eigengeschmack und vor allem ihre Inhaltsstoffe.

Ein Carpaccio beim Italiener, das Steak innen noch blutig oder ein zünftiges Mettbrötchen? Mit CED solltest du auf rohes Fleisch besser verzichten, da es das Risiko für eine Infektionskrankheit erhöht. Das gleiche gilt übrigens für Eier und Fisch. Rohe Eier können sich z. B. in Tiramisu, Mayonnaise oder Mousse au Chocolat verstecken. Rohen Fisch kennt man vor allem vom Sushi.

Kann Zucker CED auslösen oder die Krankheit verstärken? Auch wenn dies immer wieder diskutiert wird – belegt ist eine solche Wirkung bislang nicht. Zucker und Süßigkeiten sind bei CED also nicht generell verboten. Größere Mengen vertragen sich jedoch nicht mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Wenn dir normale Vollkornprodukte nicht bekommen, könntest du einmal Produkte mit fein gemahlenem Getreide testen. Vielleicht verträgst du diese besser als Produkte mit Vollkornschrot oder ganzen Körnern.

Generell gilt bei CED: Leichter ist bekömmlicher. Verzichte auf fettige Speisen und bereite deine Gerichte schonend zu, damit Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben. Hilfreich für deine Verdauung sind außerdem mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer.

Natürlich sollst du essen, was dir bekommt und worauf du Hunger hast. Extreme sind bei einer CED in der Regel aber nicht ratsam: Zu heiße, scharfe, kalte oder saure Gerichte sind eine Herausforderung für die Verdauung und sollten vermieden werden.

 

Für eine problemfreie Einreise in dein Urlaubsland solltest du deine Medikament mit Beipackzettel im Originalkarton transportieren: So ist es deutlich beschriftet und die vorgedruckte Original-Kennzeichnung ist lesbar.
Nimm auch eine Kopie des Rezepts mit und, falls nötig, eine mehrsprachige Bescheinigung deines Arztes, in der die medizinische Notwendigkeit deines Medikaments bestätigt wird. So kannst du dem Zoll und der Flughafensicherheit ganz leicht erklären, weshalb du z. B. Spritzen im Gepäck hast.

Viele öffentliche Toiletten sind nicht besonders ansprechend. Da man sich die Toilette aber leider nicht immer aussuchen kann, sind Einweg-Toilettensitz-Auflagen aus dem Drogeriemarkt eine gute Notlösung. Die kleinen Packs passen in jede Tasche und bieten dir in jeder Umgebung ein gewisses Maß an Hygiene

Wenn du keine Zeit für lange Erklärungen zu deiner Krankheit hast, kann dir ein Schlüsselanhänger mit einer WC-Karte helfen. Die WC-Karte erklärt, warum du schnell eine Toilette brauchst.

Lange Warteschlangen oder fehlende öffentliche Toiletten sind besonders auf Reisen anstrengend. Jedoch gibt es für viele öffentliche und behindertengerechte Toiletten europaweit den Euro-WC-Schlüssel. Diesen Schlüssel bekommst du beim Club Behinderter und ihrer Freunde (CBF) Darmstadt.

Gute Vorbereitung zahlt sich aus. Für Reisen ist es ratsam, ein Notfall-Kit zur Hand zu haben: Feuchttücher, Kleingeld für die Toilette oder Desinfektionsspray helfen dir in brenzligen Situationen, Ruhe zu bewahren.

 

 

Das könnte dich auch interessieren


CED vestehen - von Symptomen über Krankheitsverlauf bis hin zur Behandlung.

Es kann befriedigend sein, bei einer CED Klartext zu reden - diese Erfahrung hat auch Eva gemacht.

Du bist nicht allein - hier findest du Informationen zum Umgang mit CED und weitere hilfreiche Links und Adressen!

 

Zertifizierte Inhalte

Die Stiftung Gesundheit bestätigt: "In qualifizierter Weise informiert die Website über gesundheitsrelevante Themen und Zusammenhänge, um Transparenz und Sicherheit für Patienten zu fördern."