Mein Rückhalt

Du bist nicht allein – hier findest du Informationen zum Umgang mit einer Colitis ulcerosa und einem Morbus Crohn sowie hilfreiche Adressen, die du bei einer CED ansteuern kannst.

Dein Arzt hat bei dir die Diagnose „chronisch-entzündliche Darmerkrankung“ gestellt. Trotzdem möchtest du natürlich einen erfüllten und schönen Alltag haben und dein Leben möglichst sorgenfrei genießen. Dazu gehört, dass du über Dinge, die dich beschäftigen, auch reden kannst: Freunde, Familie und Partner geben dir Rückhalt, und auch ein Psychotherapeut kann dir helfen, mit deinen Sorgen umzugehen.

Mein Rückhalt bei CED

Tipp: Stronger together!

Du bist nicht allein! Die Unterstützung von deinen Freunden, deiner Familie und Experten kann dir dabei helfen, auch mit einem Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Rückhalt finden

Wenn du die Diagnose CED erhalten hast, kann es erst mal eine Herausforderung sein, die Erkrankung in deinen Alltag zu integrieren.

Ein wichtiger erster Schritt ist, zu akzeptieren, dass sich einige Dinge ändern werden. Trotz deiner Erkrankung kannst du jedoch deine Lebensqualität hochhalten. Klar, dafür gibt es kein Patentrezept, und es können Phasen kommen, in denen du einfach nur im Bett bleiben möchtest. Aber auch das ist okay und gehört dazu. Wenn du dich an einem solchen Tiefpunkt befindest, ist es wichtig, dass du dich nicht nur verkriechst, sondern dir Hilfe suchst – bei deiner Familie, deinen Freunden oder deinem Partner. Sie werden deinen Durchfall nicht lindern und deine Bauchschmerzen nicht wegzaubern. Aber sie können dir dabei helfen, die chronisch-entzündliche Darmerkrankung als einen Teil von dir zu akzeptieren und zu lernen, damit umzugehen.

Die Angst soziale Kontakte zu vernachlässigen

Die Angst vor Unverständnis des sozialen Umfelds ist für viele Betroffene eine große Sorge, doch zumeist unbegründet. Eine Erkrankung ist zwar immer ein privates Thema, und sich anderen Leuten anzuvertrauen kann unangenehm sein, aber gerade in deiner Familie oder in deinem Freundeskreis hilft es, wenn du Klartext sprichst: Du musst keine Ausreden erfinden, wenn du eine Verabredung absagst. Außerdem kannst du mit den Menschen, die dich lieben, offen und ehrlich über deine Sorgen und Beschwerden sprechen. Unterstützung aus deinem Umfeld ist wichtig! Ganz egal ob bester Freund, der abends zum gemeinsamen Serien schauen vorbeikommt und ein offenes Ohr für dich hat, oder die Freundin, die dir Blumen vorbeibringt und deinen Hund ausführt. Freunde sind in guten wie in schlechten Zeiten Gold wert.

Hilfe suchen und finden

Es gibt Situationen im Leben, wo es dir möglicherweise nicht mehr reicht, mit deinen Freunden oder deiner Familie zu sprechen. Wenn du dir Sorgen über deine Colitis ulcerosa oder deinen Morbus Crohn machst, entsteht Stress. Dieser kann zu depressiven Verstimmungen führen, aus denen du allein nicht mehr herauskommst. In solchen Momenten solltest du dich nicht scheuen, dir professionelle Hilfe zu suchen.

Eine Depression ist ein schleichender Prozess. Es gibt jedoch bestimmte Symptome, die darauf hindeuten können: Solltest du diese Anzeichen bei dir erkennen, ist professionelle Hilfe gefragt.
Treten folgende Symptome über mehrere Wochen hinweg auf, könnte das ein Zeichen für eine beginnende Depression sein:

  • gedrückte Stimmung
  • Antriebslosigkeit
  • Interessensverlust
  • Traurigkeit
  • Gereiztheit

Während dein Hausarzt und dein Gastroenterologe sich darum kümmern, dass es deinem Körper gut geht, kann ein Psychotherapeut dir helfen, deine Ängste oder Depressionen in den Griff zu bekommen. Trau dich ruhig!
Wenn du geistig mit dir selbst nicht im Reinen bist, kann das auch Einfluss auf deine körperliche Verfassung haben. Die Kosten für psychotherapeutische Leistungen übernehmen in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass eine klare Diagnose vorliegt und dass der Therapeut, zu dem du gehen möchtest, von den Krankenkassen anerkannt ist.

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