Ernährung bei CED

Das Thema Essen und Trinken ist für Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung besonders wichtig, sowohl während eines Schubs, als auch in beschwerdefreien Phasen. Allerdings gibt es kein Patentrezept für die richtige Ernährung bei CED. Jeder Körper reagiert unterschiedlich und verträgt andere Lebensmittel.

Ernährung

Was gibt’s zu essen?

Für CED-Betroffene gibt es nicht DIE EINE Diät oder feste Regeln, was sie essen dürfen. Einige Punkte kannst du jedoch beachten.

Essen in beschwerdefreien Phasen

Bei CED ist grundsätzlich eine gesunde Ernährung wichtig, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Egal, was du online liest: Orientiere dich nicht zu stark an den Diätplänen von anderen Betroffenen. Dein Krankheitsverlauf ist ganz individuell, und auch dein Verdauungstrakt reagiert unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel. Daher macht es keinen Sinn, Diätpläne zu kopieren. Du kannst dir aber Inspiration holen und mit einem spezialisierten Ernährungsberater oder deinem Arzt einen individuellen Speiseplan erstellen. Denn es gibt einige Grundregeln, auf die du achten solltest.

Grundsätzlich solltest du möglichst auf zu saure, zu süße, zu heiße, zu kalte, zu scharfe oder zu fettige Lebensmittel verzichten. Auch größere Mengen Rohkost oder Körnerprodukte (z. B. Vollkornbrötchen) können für deinen Verdauungstrakt eine Herausforderung sein.

Je schonender du dein Essen zubereitest, desto mehr Nährstoffe und Vitamine bleiben erhalten. Deshalb sind gedünstete oder gedämpfte Lebensmittel gebratenen vorzuziehen. Denn durch die chronische Entzündung des Darmtraktes kann dein Körper nur begrenzt Nährstoffe aufnehmen.
Hier kannst du nachlesen, welche Nährstoffe für deinen Körper besonders wichtig sind und in welchen Lebensmitteln du sie findest.

Dein Arzt kann dir sagen, ob eventuell Mangelerscheinungen vorliegen. Diese kannst du (in Absprache mit deinem Arzt) mit ausgewogener Ernährung und gegenbenenfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln in den Griff bekommen.
Durch anhaltende Durchfälle ist es möglich, dass du dehydrierst. Wo ein gesunder Mensch rund zwei Liter Wasser pro Tag trinken sollte, ist es in deinem Fall, wenn du an einem Schub leidest, natürlich mehr. Ärzte empfehlen stilles Wasser, milde Tees und säurearme Säfte. Zucker-, kohlensäure- und säurehaltige Getränke sowie Kaffee können hingegen deine Symptome verstärken. Auch Alkohol solltest du nur gelegentlich und in geringen Mengen zu dir nehmen. Weitere Tipps für deinen Alltag findest du hier.

Essen während eines Schubs und danach

Während eines Schubs solltest du möglichst leicht verdauliche Speisen zu dir nehmen. Als leichte Kost gelten gedünstetes Gemüse, helles Brot, weißer Reis oder Kartoffeln. Reiswaffeln und Zwieback lassen sich gut als Snack zwischendurch knabbern. Auch Fisch und Fleisch kannst du essen, beides sollte aber möglichst mager sein. Solltest du einen schweren Schub haben, kannst du über Flüssignahrung dafür sorgen, dass dein Körper ausreichend Nährstoffe erhält. Wichtig ist, dass du im engen Austausch mit deinem Arzt stehst; er kann am besten bewerten, was dein Körper braucht.

Nach einer Schubphase solltest du vorsichtig anfangen, deinen Körper zu stärken und nicht sofort zu deiner gewohnten, ausgewogenen Ernährung zurückkehren. Versuche, deinen Speiseplan Stück für Stück wieder zu erweitern und gib deinem Körper etwas Zeit, sich langsam wieder an mehr Lebensmittel zu gewöhnen. Du kannst die Verdauung zusätzlich unterstützen, indem du mehrere kleinere Mahlzeiten zu dir nimmst und nicht zu viel auf einmal isst.

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