Bewegung und Sport bei CED

Experten waren sich lange uneinig, welche Rolle Sport bei einer CED spielt. Mittlerweile sind sie sich allerdings sicher: Sport trägt nicht dazu bei, einen Schub bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa auszulösen. Im Gegenteil: Studien deuten darauf hin, dass sich regelmäßige sportliche Betätigung positiv auf das Wohlbefinden der Patienten, den Verlauf der Krankheit und den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken kann.

Tipp: Sei aktiv!

Auch wenn du an Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa leidest, musst du deine sportlichen Ambitionen nicht aufgeben. Viele Aktivitäten wirken sich äußerst positiv auf Körper und Geist aus und fördern so die Selbstheilung. Also tu, was dir guttut.

Fit mit CED

Sport ist gut für die Gesundheit, dein Körpergefühl und dein Wohlbefinden. Ganz egal, ob du Krafttraining machst, tanzen gehst oder Fußball spielst: Regelmäßige Bewegung hilft dir dabei, negative Stimmungen abzubauen, das Herz-Kreislauf-System zu stärken und das Immunsystem zu unterstützen. Und auch wenn du eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hast: Sport kann weiterhin ein wichtiger Bestandteil deines Lebens sein. Hör dabei einfach auf dich und dein Körpergefühl.

Wichtig ist, dass du nicht zu schnell zu viel von dir verlangst. Starte stattdessen langsam mit einem angepassten Trainingsplan und trainiere lieber regelmäßig und moderat, statt dich zu sehr zu überanstrengen. Dann können sich die positiven Effekte vom Sport optimal auf deinen Körper auswirken. Übertreibst du es, kann dies jedoch schnell zum Stressfaktor für deinen Körper werden und so einen akuten Schub deiner Morbus-Crohn- oder Colitis-ulcerosa-Erkrankung fördern. Bei regelmäßiger Betätigung wirst du dennoch eine Leistungssteigerung bemerken, auch wenn du moderat trainierst und die Intensität nur langsam steigerst. Hauptsache, du machst etwas. Wichtig ist allerdings auch, dass du Regenerationsphasen einplanst, die deinem Körper die Möglichkeit geben, sich zu erholen.

Deine Ernährung bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa solltest du auch deinem Fitnesslevel anpassen. Denn Menschen, die viel Sport treiben, haben einen erhöhten Nährstoffbedarf. Durch deine CED kann die Nährstoffaufnahme jedoch gehemmt werden, und es kann zu einem Eisen- und Magnesiummangel kommen. Deswegen ist es wichtig, dass du genau auf deine Ernährung achtest und wenn nötig auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifst.

Sport und Darmerkrankungen – was du beachten solltest

Wenn du gerade einen Schub hast und an Durchfall und Krämpfen leidest: Lass es ruhig langsam angehen. Auch wenn Sport dir hilft, dich besser zu fühlen, ergibt eine Trainingspause während eines Colitis-ulcerosa- oder Morbus-Crohn-Ausbruches durchaus Sinn. Quäle deinen Körper auf keinen Fall zum Training, wenn du eigentlich lieber auf der Couch bleiben möchtest. Auch durch manche Medikamente, z. B. kortisonhaltige Präparate, kann es zu Einschränkungen kommen.

Achtung! Wenn du gerade eine OP hinter dir hast, besprich mit deinem Arzt, wann du wieder einsteigen kannst – aber denk daran, dich wirklich zu schonen, damit die Wunde erst mal verheilen kann.

Manche Sportarten beanspruchen deine Bauchdecke und deine Bauchmuskeln stärker als andere. Daher solltest du in jedem Fall mit deinem Arzt besprechen, ob dein Sport negative Auswirkungen für die chronisch-entzündliche Darmerkrankung haben könnte. Das gilt ganz besonders, wenn du ein Stoma hast oder vor Kurzem operiert wurdest. Boxen, Judo oder andere Kampfsportarten arbeiten mit viel Körperkontakt. Da kann es ganz unbeabsichtigt mal zu einem Schlag oder Tritt in den Bauch kommen – daher solltest du hier besonders aufpassen.

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